Was aus einem Kilo Blüte herauskommt, je Verfahren
Die Ausbeute ist die Zahl, die den Preis erklärt — und die auf keiner Verpackung steht. Zwischen dem ertragreichsten und dem ertragsärmsten Verfahren liegen Größenordnungen, nicht Prozente.
Wer sie kennt, versteht die Preisspanne dieser Produktkategorie ohne weitere Erklärung. Wer sie nicht kennt, hält den Aufschlag für einen Qualitätsunterschied.
Diese Seite ordnet die Verfahren nach ihrer Ausbeute, erklärt warum die Spannen so breit sind, und zeigt, wie sich die Zahl im Endpreis wiederfindet.
⚠️ Rahmen. Diese Seite beschreibt Verfahren und was sich an Dokumenten überprüfen lässt. Sie beschreibt nicht, was ein Produkt bei einer Person bewirkt, nennt keine Mengen und ersetzt keine Fachperson.
Was «Ausbeute» hier überhaupt heißt
Masse zu Masse
Wie viel Gramm Endprodukt aus wie viel Gramm Ausgangsmaterial entstehen. Die einfachste und gebräuchlichste Lesart.
Wirkstoff zu Wirkstoff
Wie viel des in der Pflanze enthaltenen Cannabidiols im Endprodukt ankommt. Die aussagekräftigere und seltener genannte Größe.
Warum die beiden auseinanderfallen
Ein Verfahren kann wenig Masse liefern und darin fast alles Wertvolle bündeln. Oder viel Masse mit niedrigem Gehalt.
Welche zählt
Die zweite. Sie beschreibt, wie viel Ausgangsmaterial hinter dem Endprodukt steht, und genau das schlägt auf den Preis.
Die Trennverfahren
Trockensieben
Ein einstelliger Prozentanteil der Ausgangsmasse. Der Wert schwankt stark mit der Harzausstattung und der Siebfeinheit.
Nasstrennung
Ähnliche Größenordnung, bei höherer Reinheit. Die feineren Fraktionen machen davon nur einen Bruchteil aus.
Pressen aus Siebmaterial
Etwa die Hälfte bis zwei Drittel des eingesetzten Siebmaterials. Es ist ein zweiter Schritt und multipliziert sich mit dem ersten.
Von Hand gerieben
Der mit Abstand niedrigste Wert überhaupt, um Größenordnungen unter allen anderen. Der Aufwand steckt vollständig in der Arbeitszeit.
Die Extraktionsverfahren
Kaltes Ethanol
Ein zweistelliger Prozentanteil an Rohextrakt. Es ist das ertragreichste Verfahren der Gruppe.
Überkritisches CO₂
Etwas darunter, abhängig von Druck und Dauer. Die höhere Selektivität kostet Menge.
Unterkritisches CO₂
Deutlich darunter, und der Durchgang dauert zugleich länger. Es ist der doppelte Preis für die Schonung der flüchtigen Anteile.
Warum diese Zahlen größer aussehen
Weil das Rohextrakt noch Wachse und Chlorophyll enthält. Nach der Reinigung bleibt erheblich weniger übrig.
Warum die Spannen so breit sind
Die Ausgangsware entscheidet zuerst
Eine harzreiche Blüte liefert ein Vielfaches einer harzarmen. Kein Verfahren gleicht das aus.
Der Erntezeitpunkt
Zu früh geerntet fehlt Harz, zu spät ist es teilweise abgebaut. Der Zeitpunkt verschiebt die Ausbeute erheblich.
Die Trocknung
Zu trockenes Material zerbröselt, zu feuchtes verklebt. Beides senkt die Ausbeute aus entgegengesetzten Gründen.
Die Sorgfalt
Zwischen einem geübten und einem ungeübten Durchgang liegt bei denselben Geräten ein deutlicher Unterschied. Es ist die am schwersten zu beziffernde Variable.
Warum niedrige Ausbeute nicht schlechter ist
Sie geht oft mit Reinheit einher
Wer nur die feinste Fraktion nimmt, bekommt wenig und Gutes. Die Zahl allein sagt nichts über die Güte.
Sie kann eine Entscheidung sein
Ein Verarbeiter kann bewusst abbrechen, bevor unerwünschtes Material mitgeht. Die verlorene Menge ist dann gewollt.
Sie kann ein Fehler sein
Oder sie ist schlicht das Ergebnis schlechter Ausführung. Von außen lässt sich das nicht unterscheiden.
Was die Zahl deshalb wirklich taugt
Als Erklärung für den Preis, nicht als Qualitätsmerkmal. Sie beantwortet die Kostenfrage und sonst nichts.
Wie sich die Ausbeute im Preis wiederfindet
Die Rechnung
Der Preis des Ausgangsmaterials geteilt durch die Ausbeute ergibt die Materialkosten pro Gramm Endprodukt. Dazu kommen Arbeit und Anlage.
Warum das die Spanne erklärt
Bei einem Zehntel Ausbeute ist der Materialanteil zehnmal so hoch. Die Spanne im Regal bildet genau das ab.
Warum sie nicht alles erklärt
Anlagenkosten und Verarbeitungszeit kommen dazu. Bei aufwendigen Verfahren übersteigen sie den Materialanteil.
Was daraus folgt
Dass ein hoher Preis bei einem ertragsarmen Verfahren begründet ist. Bei einem ertragreichen verlangt er eine andere Erklärung.
Warum mehrere Schritte sich multiplizieren
Jeder Schritt kostet
Sieben, pressen, extrahieren, reinigen — bei jedem bleibt etwas zurück. Die Verluste addieren sich nicht, sie vervielfachen sich.
Ein Rechenbeispiel
Zwei Schritte mit je der Hälfte Ausbeute ergeben zusammen ein Viertel. Drei ergeben ein Achtel.
Warum das die Endprodukte erklärt
Ein Isolat steht am Ende der längsten Kette. Sein Preis pro Gramm bildet alle Stufen zusammen ab.
Was Käufer daraus mitnehmen
Dass die Anzahl der Verarbeitungsschritte den Preis besser erklärt als das letzte Verfahren allein.
Warum die Ausgangsware die wichtigste Variable ist
Sie setzt die Obergrenze
Was nicht in der Pflanze war, kommt auch nicht heraus. Jede Ausbeutebetrachtung beginnt dort.
Sie schwankt stärker als die Verfahren
Zwischen zwei Ernten liegen größere Unterschiede als zwischen zwei sorgfältig geführten Verfahren.
Sie ist der größte Kostenblock
Bei den meisten Produkten macht das Ausgangsmaterial den Hauptteil aus. Das Verfahren entscheidet nur, wie viel davon ankommt.
Was daraus folgt
Dass ein Verarbeiter mit guter Ausgangsware und mittelmäßigem Verfahren mehr liefert als umgekehrt. Die Reihenfolge der Wichtigkeit wird regelmäßig vertauscht.
Was die Zahl über den Anbieter verrät
Wenn er sie nennt
Er hat sie aufgezeichnet und hält sie für vorzeigbar. Beides ist ein gutes Zeichen, unabhängig von der Höhe.
Wenn er sie mit Bezugsgröße nennt
Frisch oder trocken, bis zu welchem Endpunkt, aus welcher Ausgangsware. Drei Zusatzangaben, die eine Zahl erst brauchbar machen.
Wenn er sie beschönigt
Eine sehr hohe Zahl bezieht sich meist auf Rohextrakt vor jeder Reinigung. Der Endpunkt fehlt dann bewusst.
Wenn er sie gar nicht kennt
Dann fehlt eine Betriebsaufzeichnung, die jeder ernsthafte Verarbeiter führt. Es ist bei Weitem die aussagekräftigste der vier möglichen Antworten.
Was mit dem Rest geschieht
Beim Sieben
Das ausgesiebte Pflanzenmaterial enthält noch Restharz. Es lässt sich ein zweites Mal verarbeiten, mit schlechterem Ergebnis.
Beim Extrahieren
Das erschöpfte Material ist weitgehend leer. Ein zweiter Durchgang lohnt selten.
Beim Winterisieren
Der Filterkuchen enthält Wachse und einen Teil der Cannabinoide. In größeren Betrieben wird er verwertet.
Warum das zählt
Weil ein Teil dessen, was der Käufer bezahlt, in diesen Nebenströmen steckt. Die Ausbeute ist die Kehrseite davon.
Der rechtliche Blickwinkel
Der Anreicherungsfaktor ist der Kehrwert
Wer aus zehn Teilen einen macht, reichert um das Zehnfache an. Ausbeute und Anreicherung sind dieselbe Zahl von zwei Seiten.
Warum das den Grenzwert betrifft
Weil auch das THC um denselben Faktor steigt. Eine niedrige Ausbeute bedeutet eine hohe Anreicherung.
Die korrekte Summe
Delta-9-THC plus THCA multipliziert mit 0,877. Der Faktor entsteht daraus, dass THCA beim Erhitzen ein CO₂-Molekül verliert und dabei leichter wird.
Wo die Regeln stehen
Auf der Seite zur Rechtslage in Deutschland, mit den zugehörigen amtlichen Quellen.
Was das Zertifikat dazu sagt
Nichts über die Ausbeute
Sie ist keine Prüfgröße und steht auf keinem Bericht. Sie ist eine Betriebszahl.
Aber sie lässt sich ableiten
Aus dem Gehalt im Endprodukt und dem üblichen Gehalt der Ausgangsware. Eine grobe Schätzung ist möglich.
Was der Bericht stattdessen leistet
Er beziffert, was tatsächlich drin ist. Das ist die Zahl, die für den Käufer zählt.
Wie beides zusammenkommt
Über den Preis pro Milligramm. Er verrechnet die Ausbeute des Herstellers mit dem Gehalt des Produkts.
Warum veröffentlichte Zahlen selten vergleichbar sind
Verschiedene Bezugsgrößen
Manche rechnen auf Frischgewicht, manche auf Trockengewicht. Zwischen beiden liegt ein Faktor, der allein schon jede Zahl verschiebt.
Verschiedene Endpunkte
Rohextrakt, gereinigtes Extrakt oder Isolat sind drei völlig verschiedene Endpunkte. Eine Zahl ohne Angabe des Endpunkts sagt nichts.
Verschiedene Ausgangsware
Blüte, Schnittreste oder ganze Pflanze liefern sehr verschiedene Werte. Auch das steht selten dabei.
Was daraus folgt
Dass eine Ausbeutezahl ohne drei Zusatzangaben unbrauchbar ist. Genau deshalb sind veröffentlichte Werte so schwer einzuordnen.
Wie sich die Ausbeute grob abschätzen lässt
Über den Gehalt der Ausgangsware
Eine Blüte mit bekanntem Cannabidiolgehalt enthält eine bestimmte Menge pro Kilo. Das ist die Obergrenze.
Über den Gehalt des Endprodukts
Er steht im Zertifikat. Zusammen mit dem Gewicht ergibt sich die tatsächlich gewonnene Menge.
Die Division
Gewonnene Menge geteilt durch enthaltene Menge ergibt die Wirkstoffausbeute. Es ist die aussagekräftige der beiden Lesarten.
Warum die Rechnung meist scheitert
Weil der Gehalt der Ausgangsware nicht bekannt ist. Sie funktioniert nur dort, wo jemand beide Enden der Kette offenlegt.
Warum der Materialpreis nicht alles ist
Die Anlagenzeit
Ein Durchgang belegt Ausrüstung für Stunden. Bei teuren Anlagen ist diese Zeit der größte Posten.
Die Arbeitszeit
Bei handwerklichen Verfahren macht sie fast den gesamten Preis aus. Bei industriellen fällt sie kaum ins Gewicht.
Die Analytik
Jede Charge braucht ein Zertifikat. Bei kleinen Chargen schlägt es pro Gramm deutlich stärker durch als bei großen.
Was daraus folgt
Dass kleine Chargen strukturell teurer sind, unabhängig vom Verfahren. Ein Teil des Aufschlags bei kleinen Anbietern erklärt sich allein daraus.
Ein kurzes Glossar
Ausbeute
Das Verhältnis von Endprodukt zu Ausgangsmaterial. In Masse gemessen die gebräuchliche Lesart, in Wirkstoff gemessen die aussagekräftige — ohne Angabe von Bezugsgewicht, Endpunkt und Ausgangsware ist jede Zahl davon unbrauchbar.
Wirkstoffausbeute
Der Anteil des in der Pflanze enthaltenen Cannabidiols, der im Endprodukt ankommt. Sie beschreibt, wie viel Ausgangsmaterial hinter einem Gramm Ware steht.
Nebenstrom
Material, das bei einem Schritt abgetrennt wird und noch Wertstoff enthält. Filterkuchen und bereits gesiebtes Pflanzenmaterial sind die häufigsten.
Anreicherungsfaktor
Der Kehrwert der Ausbeute. Er beschreibt, um welchen Faktor alle Harzbestandteile konzentriert wurden, die erwünschten wie die unerwünschten — und deshalb bedeutet eine niedrige Ausbeute immer eine hohe Anreicherung, auch beim THC.
Rohextrakt
Das unmittelbare Ergebnis einer Extraktion, vor jeder Reinigung. Sein Gewicht enthält noch Wachse und Farbstoffe, weshalb sich auffallend hohe Ausbeuteangaben meist auf diesen Zwischenstand beziehen.
Charge
Ein Produktionsdurchgang. Das Zertifikat gilt für die Charge, nicht für eine Ausbeuteangabe — die schwankt ohnehin zwischen zwei Durchgängen desselben Betriebs erheblich.
Die fünf Prüfungen, die für jedes Produkt gelten
Das Chargenzertifikat
Mit der Nummer von der Verpackung anfordern. Ein allgemeines Dokument für die Produktlinie gilt nicht für diese Charge, und genau die Unterschiede soll es festhalten.
Das Gesamt-THC
Delta-9-THC plus THCA multipliziert mit 0,877, weil THCA bei Wärme zu THC wird und die Grenze für die Summe gilt, nicht für einen der beiden Werte.
Der Preis pro Milligramm
Eine Division, keine Meinung. Die einzige Größe, die zwei beliebige Produkte vergleichbar macht, unabhängig von Format, Verfahren und Verpackungsgröße.
Die Angaben
Ohne Zulassungsnummer im EU-Register sind es Behauptungen, keine Daten — und für Cannabidiol steht dort bis heute kein einziger zugelassener Eintrag.
Die Angaben des Verkäufers
Firmenname, Adresse und Kontakt. Fehlen sie, fehlt auch die Gegenseite, an die man sich wenden könnte, falls sich herausstellt, dass etwas nicht stimmt.
Wie das mit dem Rest zusammenhängt
Mit den Trennverfahren
Jedes von ihnen hat seine eigene Größenordnung. Diese Seite stellt sie nebeneinander.
Mit der Grenzwertfrage
Der Anreicherungsfaktor ist der Kehrwert der Ausbeute. Beide Seiten beschreiben dieselbe Rechnung.
Mit dem Preis pro Milligramm
Er ist die Stelle, an der die Ausbeute für den Käufer sichtbar wird — als Zahl, nicht als Erzählung.
Mit dem Zertifikat
Alles endet dort: Chargennummer, Datum, Cannabinoide, Kontaminanten. Die Ausbeute steht auf keinem Bericht.
Was man damit praktisch anfängt
Beim Beurteilen eines Preises
Fragen, wie viele Verarbeitungsschritte dahinterstehen. Sie erklären die Spanne besser als jede Verfahrensangabe.
Beim Vergleich zweier Formate
Preis pro Milligramm bilden. Er verrechnet Ausbeute und Gehalt in einer einzigen Zahl.
Wenn man es nur verstehen will
Dass zwischen den Verfahren Größenordnungen liegen und dass die Verluste sich multiplizieren, nicht addieren.
Was diese Seite veröffentlicht
Verfahren, überprüfbare Dokumente und Rechenoperationen. Keine Wirkungsversprechen — dafür gibt es im EU-Register keinen einzigen zugelassenen Eintrag.
Häufige Fragen
Welches Verfahren hat die höchste Ausbeute? Kaltes Ethanol, gemessen an der Masse des Rohextrakts. Nach der Reinigung relativiert sich der Vorsprung, weil das Rohextrakt noch Wachse und Chlorophyll enthält.
Ist niedrige Ausbeute ein schlechtes Zeichen? Nein. Sie geht oft mit höherer Reinheit einher und kann eine bewusste Entscheidung sein. Von außen lässt sich das aber nicht von schlechter Ausführung unterscheiden.
Warum sind mehrstufige Produkte so teuer? Weil sich die Verluste multiplizieren statt zu addieren. Zwei Schritte mit je der Hälfte Ausbeute ergeben zusammen ein Viertel, drei ein Achtel.
Steht die Ausbeute auf dem Zertifikat? Nein. Sie ist eine Betriebszahl und keine Prüfgröße. Was für den Käufer zählt, ist der gemessene Gehalt — und der Preis pro Milligramm verrechnet beides.
Was hat die Ausbeute mit dem Grenzwert zu tun? Der Anreicherungsfaktor ist ihr Kehrwert. Eine niedrige Ausbeute bedeutet eine hohe Anreicherung, und die betrifft das THC genauso wie das CBD.
Warum lassen sich veröffentlichte Zahlen kaum vergleichen? Weil drei Angaben fehlen: Frisch- oder Trockengewicht, welcher Endpunkt gemeint ist, und aus welcher Ausgangsware. Ohne alle drei ist eine Ausbeutezahl unbrauchbar.
Was ist die wichtigste Variable? Die Ausgangsware. Zwischen zwei Ernten liegen größere Unterschiede als zwischen zwei sorgfältig geführten Verfahren — das Verfahren entscheidet nur, wie viel davon ankommt.
Warum sind kleine Chargen teurer? Weil die Analytik pro Gramm stärker durchschlägt und weil anteilig mehr Material an Geräten und Behältern haften bleibt. Beides ist unabhängig vom Verfahren.
Warum die Ausbeute nirgends deklariert wird
Weil sie ein Betriebsgeheimnis ist
Sie verrät die Kostenstruktur. Kein Hersteller legt sie freiwillig offen.
Weil sie schwankt
Zwischen zwei Chargen desselben Betriebs liegen erhebliche Unterschiede. Eine einzelne Zahl wäre ohnehin irreführend.
Weil sie den Käufer formal nichts angeht
Was zählt, ist der Gehalt im gekauften Produkt. Die Ausbeute betrifft die Rechnung des Herstellers.
Warum sie trotzdem interessant bleibt
Weil sie die einzige Erklärung für die Preisspanne ist, die nicht auf Behauptungen beruht. Sie ist Arithmetik.
Was ein zweiter Durchgang bringt
Beim Sieben
Das bereits gesiebte Material enthält noch Restharz. Ein zweiter Durchgang liefert eine gröbere, blattreichere Fraktion.
Warum diese Fraktion billiger ist
Weil sie mehr Pflanzenmaterial enthält. Sie wird oft getrennt verkauft oder weiterverarbeitet.
Beim Extrahieren
Hier lohnt sich ein zweiter Durchgang selten. Ein gut geführter erster holt bereits den größten Teil heraus.
Was das für den Käufer bedeutet
Dass ein sehr günstiges Siebmaterial oft aus einem zweiten Durchgang stammt. Es ist kein Mangel, aber eine Erklärung.
Wie die Verluste im Detail entstehen
Was am Gerät haften bleibt
Beutel, Siebe, Behälter und Werkzeuge behalten einen Teil. Bei kleinen Mengen fällt das prozentual stark ins Gewicht.
Was im Material zurückbleibt
Nicht jede Drüse löst sich. Ein Rest bleibt immer im Pflanzenmaterial.
Was beim Trocknen verschwindet
Restfeuchte, die als Gewicht mitgewogen wurde. Es ist ein scheinbarer Verlust, aber er verschiebt jede Rechnung.
Was bei der Reinigung mitgeht
Bei jedem Reinigungsschritt wird ein Teil des Zielstoffs mitgerissen. Es ist der größte Einzelposten bei mehrstufigen Produkten.
Warum die Ausbeute mit der Chargengröße steigt
Der Anteil, der haften bleibt
Er ist bei kleinen und großen Ansätzen absolut ähnlich. Prozentual fällt er bei kleinen Mengen weit stärker ins Gewicht.
Die gleichmäßigere Führung
Große Anlagen halten Temperatur und Bewegung stabiler. Konstante Bedingungen liefern konstantere Ergebnisse.
Die Wiederholung
Ein Betrieb, der täglich denselben Ablauf fährt, optimiert ihn über die Zeit. Erfahrung ist hier eine messbare Größe.
Was daraus folgt
Dass Kleinstmengen strukturell im Nachteil sind — nicht wegen mangelnder Sorgfalt, sondern wegen der Geometrie. Es ist ein weiterer Grund für den Aufschlag bei kleinen Anbietern.
Was wir prüfen und was nicht
Wir prüfen, was sich an Dokumenten prüfen lässt: amtliche Register, deklarierte Gehalte, Analysezertifikate, Divisionen. Wir testen keine Produkte, erstellen keine Ranglisten und behaupten keine Wirkung.
Bei diesem Thema gibt es nichts zu prüfen, weil die Zahl nirgends deklariert wird. Sie ist eine Betriebsgröße, die kein Hersteller ausweisen muss und praktisch keiner ausweist.
Genau deshalb steht hier, wie sie sich in den Preis übersetzt. Wer die Größenordnungen kennt, liest eine Preisspanne als das, was sie meistens ist: eine Aussage über Verarbeitungsschritte, nicht über Güte.