Blüht nach Alter statt nach Tageslänge
Die meisten Linien warten auf ein Signal von außen, diese warten auf gar nichts. Sie beginnen nach einer bestimmten Zahl von Tagen zu blühen, unabhängig davon, wie lang die Nacht gerade ist, und das ändert praktisch alles an der Planung eines Durchgangs.
Die Eigenschaft stammt aus einer Population des hohen Nordens und wurde vor wenigen Jahrzehnten in schnelle Linien eingekreuzt. Diese Seite beschreibt, woher sie kommt, was sie einbringt, was sie kostet und mit welchen zwei anderen Begriffen sie ständig verwechselt wird.
Was die Eigenschaft bedeutet
Vier Punkte, und der erste ist der ganze Unterschied.
Das Signal ist die Zeit
Die Pflanze zählt ihre eigenen Entwicklungsschritte und beginnt nach einer bestimmten Zahl von Tagen zu blühen. Sie misst dabei nichts an ihrer Umgebung, weshalb der Lichtrhythmus für den Blühbeginn keine Rolle spielt.
Der Wechsel der Beleuchtung entfällt
Bei tageslängenabhängigen Linien stellt der Anbauende die Dunkelphase um, damit die Blüte einsetzt. Hier gibt es diesen Eingriff nicht, was die häufigste Fehlerquelle des Innenanbaus ersatzlos streicht.
Der Zyklus ist kürzer
Von der Keimung bis zur Ernte vergehen deutlich weniger Wochen als bei tageslängenabhängigen Linien. Der Unterschied liegt in der Größenordnung von Wochen und nicht von Tagen.
Und er ist nicht verhandelbar
Weil kein äußeres Signal beteiligt ist, lässt sich der Zeitpunkt weder vorziehen noch aufschieben. Das ist der eigentliche Preis dieser Eigenschaft und er wird selten genannt.
Woher die Eigenschaft stammt
Aus einer Population, die es an anderen Orten nicht gäbe.
Aus dem hohen Norden
Eine Population aus Regionen mit sehr kurzen Sommern trägt die Anlage. Dort ist ein Warten auf kürzere Nächte keine brauchbare Strategie, weil der Sommer vorher zu Ende ist.
Dort ist die Zeit knapper als das Licht
Wo die Vegetationsperiode nur wenige Monate dauert, ist frühes Blühen wichtiger als großes Wachstum. Die Anlage ist eine Anpassung an genau diesen Engpass.
Die Ausgangspflanzen sind klein
Die betreffende Population wächst niedrig, blüht früh und trägt sehr wenig Harz. Für sich genommen ist sie kommerziell uninteressant, und daran hat sich nie etwas geändert.
Der Rest kam durch Kreuzung
Ab den 1990er Jahren wurde die Anlage in ertragreiche Linien eingekreuzt und über Generationen verstärkt. Was heute im Handel steht, hat mit der Ausgangspopulation nur noch diese eine Eigenschaft gemeinsam.
Was der kurze Zyklus einbringt
Vier Vorteile, und drei davon betreffen die Planung.
Mehrere Durchgänge pro Jahr
Ein Zyklus von etwa zehn bis zwölf Wochen erlaubt draußen zwei Durchgänge in einer Saison. Drinnen erhöht sich die Zahl der Durchgänge entsprechend, was der wirtschaftlich stärkste Punkt ist.
Kein Umstellen der Beleuchtung
Wo kein Wechsel nötig ist, kann es auch keinen Fehler beim Wechsel geben. Lichtdichtheit bleibt trotzdem sinnvoll, aber eine unterbrochene Dunkelphase wirft die Pflanze nicht mehr zurück.
Pflanzen verschiedenen Alters im selben Raum
Weil jede Pflanze ihrem eigenen Kalender folgt, können unterschiedlich alte Pflanzen nebeneinander stehen. Bei tageslängenabhängigen Linien ist das nicht möglich, weil alle denselben Rhythmus brauchen.
Kürzere Zeit bis zum Ergebnis
Wer eine neue Linie testen will, bekommt schneller eine Antwort. Für die Auslese ist das ein realer Vorteil, der über Jahre hinweg zählt.
Was er kostet
Vier Nachteile, und der erste wiegt am schwersten.
Weniger Zeit für Wachstum
Die Pflanze hat vor der Blüte nur wenige Wochen, um Masse aufzubauen. Sie bleibt kleiner, und die Erntemenge pro Pflanze fällt entsprechend geringer aus.
Fehler lassen sich nicht aufholen
Bei einer tageslängenabhängigen Linie kann man die Wachstumsphase verlängern, wenn etwas schiefgelaufen ist. Hier läuft die Uhr weiter, und eine verlorene Woche ist dauerhaft verloren.
Eingriffe wirken stärker
Umtopfen, Biegen und Schneiden kosten Entwicklungszeit, die nicht zur Verfügung steht. Die übliche Empfehlung, Wurzelstörungen ganz zu vermeiden, kommt genau daher.
Der Erntezeitpunkt ist vorgegeben
Man kann die Reife abwarten, aber man kann den Blühbeginn nicht verschieben. Wer aus terminlichen Gründen später ernten möchte, hat diese Möglichkeit nicht.
Was in den ersten drei Wochen zählt
Der Abschnitt, in dem bei dieser Gruppe der ganze Durchgang entschieden wird.
Die Keimung darf nicht stocken
Jeder Tag, den ein Samen zum Keimen länger braucht, fehlt am Ende der Rechnung. Bei tageslängenabhängigen Linien lässt sich das durch eine längere Wachstumsphase ausgleichen, hier nicht, und deshalb wird auf diesen Schritt hier besonders geachtet.
Der Topf steht von Anfang an fest
Umtopfen kostet Entwicklungszeit, weil die Wurzeln danach mehrere Tage brauchen, um wieder voll zu arbeiten. Die verbreitete Empfehlung, gleich in den Endtopf zu säen, kommt genau von dieser Rechnung und von keiner anderen Überlegung.
Das Licht steht früh auf voller Stärke
Weil die Wachstumsphase so kurz ist, muss in ihr das Maximum an Masse entstehen. Zurückhaltung bei der Lichtstärke, die bei langen Zyklen sinnvoll sein kann, kostet hier unmittelbar Ertrag.
Belastung wirkt doppelt
Was eine Pflanze an Stress erfährt, kostet sie Tage, und Tage sind hier das knappste Gut. Dieselbe Störung, die bei einer langen Wachstumsphase folgenlos bliebe, ist hier am Ende an der Erntemenge abzulesen.
Warum sich der Zyklus nicht verlängern lässt
Der Punkt, der am häufigsten missverstanden wird.
Es gibt kein Signal, an dem man drehen könnte
Bei tageslängenabhängigen Linien hält eine kurze Nacht die Pflanze im Wachstum. Hier existiert dieser Hebel nicht, weil die Pflanze die Nacht gar nicht misst.
Mehr Licht beschleunigt nur das Wachstum
Längere Lichtphasen liefern mehr Energie und damit mehr Masse, verschieben den Blühbeginn aber nicht. Deshalb wird bei diesen Linien häufig mit sehr langen Lichtphasen gearbeitet.
Die Uhr läuft ab der Keimung
Was in den ersten Wochen nicht aufgebaut wurde, fehlt am Ende. Aus demselben Grund entscheidet die Qualität der ersten drei Wochen hier mehr als bei irgendeiner anderen Gruppe.
Deshalb ist der Start entscheidend
Ein guter Start ist bei diesen Linien kein Vorteil, sondern die Voraussetzung. Es ist der praktische Kern dessen, was Anbauende über diese Gruppe sagen.
Womit die Eigenschaft ständig verwechselt wird
Zwei Begriffe, die etwas völlig anderes bezeichnen.
Nicht dasselbe wie feminisiert
Feminisiertes Saatgut liefert ausschließlich weibliche Pflanzen und sagt nichts über den Blühbeginn. Die beiden Eigenschaften sind unabhängig und werden häufig kombiniert, was die Verwechslung erklärt.
Nicht dasselbe wie schnellblühend
Es gibt tageslängenabhängige Linien mit besonders kurzer Blütezeit, die trotzdem ein Signal brauchen. Sie werden als schnell beworben und gehören nicht in diese Gruppe.
Nicht dasselbe wie ertragsschwach
Frühe Vertreter dieser Gruppe waren tatsächlich schwach, was den Ruf begründet hat. Nach mehreren Generationen Auslese trifft das für heutige Linien nur noch eingeschränkt zu.
Nicht dasselbe wie anfängerfreundlich
Der Wegfall des Lichtwechsels vereinfacht eine Sache und verschärft eine andere. Weil Fehler nicht aufzuholen sind, verzeiht diese Gruppe insgesamt weniger.
Wie sich der Anbau praktisch unterscheidet
Vier Punkte, an denen die Arbeitsweise abweicht.
Die Beleuchtung bleibt konstant
Viele Anbauende lassen das Licht über den gesamten Zyklus im selben Rhythmus laufen, häufig mit sehr langen Lichtphasen. Es gibt keinen Grund für einen Wechsel, weil die Pflanze ihn nicht registriert.
Der Raum kann gemischt belegt sein
Pflanzen unterschiedlichen Alters lassen sich nebeneinander stellen, weil jede ihrem eigenen Kalender folgt. Das erlaubt eine gestaffelte Ernte, die bei tageslängenabhängigen Linien nicht möglich ist.
Formende Eingriffe entfallen meist
Techniken, die auf eine lange Wachstumsphase setzen, passen hier schlecht. Was an Struktur entstehen soll, muss in wenigen Wochen entstehen, und aggressive Eingriffe kosten mehr, als sie einbringen.
Die Planung wird einfacher
Ein Zyklus mit fester Länge ab Aussaat lässt sich sehr genau terminieren. Für einen Betrieb ist diese Berechenbarkeit häufig mehr wert als ein paar Prozent Ertrag.
Wie sich der Ablauf unterscheidet
Vier Abschnitte, dieselben wie sonst, nur gedrängter.
Die Wachstumsphase ist sehr kurz
Auf wenige Wochen ist alles beschränkt, was an Struktur aufgebaut wird. Wer in dieser Zeit bremst, bremst den gesamten Durchgang.
Die Vorblüte kommt von selbst
Ohne Zutun erscheinen die ersten Blütenteile nach der artspezifischen Zahl von Tagen. Der Übergang ist fließender als bei einem ausgelösten Wechsel.
Die Streckung fällt kleiner aus
Die Höhenzunahme zu Beginn der Blüte ist bei dieser Gruppe deutlich geringer. Das ist einer der Gründe, warum sie sich für niedrige Räume eignet.
Die Reife wird genauso beobachtet
Der Erntezeitpunkt wird auch hier an der Farbe der Harzdrüsen abgelesen und nicht am Kalender. Die Angabe auf der Packung bleibt ein Mindestwert.
Was sich im Freiland ändert
Vier Unterschiede gegenüber tageslängenabhängigen Linien.
Der Standort spielt kaum eine Rolle
Weil die Pflanze die Tageslänge ignoriert, blüht sie auf jedem Breitengrad zur selben Zeit nach der Keimung. Das macht sie in nördlichen Regionen brauchbar, wo späte Linien nie fertig werden.
Zwei Durchgänge sind möglich
Ein Zyklus von rund drei Monaten passt zweimal in eine mitteleuropäische Saison. Bei tageslängenabhängigen Linien ist das ausgeschlossen.
Der Zeitpunkt lässt sich wählen
Weil der Zyklus ab der Keimung zählt, bestimmt der Aussaattermin den Erntetermin. Das erlaubt, die Ernte bewusst vor die feuchte Jahreszeit zu legen.
Aber schlechtes Wetter trifft härter
Eine verlorene Woche durch Kälte oder Nässe lässt sich nicht nachholen. Die Pflanze wartet nicht auf bessere Bedingungen.
Wie sich die Gruppe seit ihren Anfängen verändert hat
Vier Schritte über gut zwei Jahrzehnte.
Am Anfang stand ein schlechter Ruf
Die ersten kommerziellen Vertreter waren klein, ertragsschwach und aromatisch unauffällig. Der Ruf, den diese Gruppe bis heute mit sich trägt, stammt aus dieser Phase und ist inzwischen weitgehend überholt.
Dann kam die Rückkreuzung
Durch wiederholtes Kreuzen mit ertragreichen Linien und anschließende Auslese wurde die Anlage in besseres Material übertragen. Weil die Zyklen kurz sind, ging das schneller als bei anderen Zuchtprojekten.
Der Abstand hat sich verkleinert
Zwischen guten Vertretern dieser Gruppe und tageslängenabhängigen Linien liegt heute deutlich weniger als früher. Verschwunden ist er allerdings nicht, und wer das Gegenteil behauptet, verkauft etwas.
Die Auswahl ist heute breit
Nahezu jede bekannte Linie existiert inzwischen auch in einer Version dieser Gruppe. Die Qualität zwischen den Anbietern schwankt dabei stärker als bei den etablierten Kategorien.
Was das für die Genetik bedeutet
Vier Folgen für die Zucht.
Die Anlage vererbt sich rezessiv
Eine Kreuzung mit einer tageslängenabhängigen Linie ergibt in der ersten Generation Pflanzen, die noch auf ein Signal warten. Erst in den folgenden Generationen tritt die Eigenschaft wieder hervor.
Deshalb dauert die Einkreuzung lange
Wer eine Eigenschaft aus einer anderen Linie hinzunehmen will, braucht mehrere Generationen Rückkreuzung. Das erklärt, warum diese Gruppe erst spät ertragreich wurde.
Die Auslese läuft schneller
Kürzere Zyklen bedeuten mehr Generationen pro Jahr. Was die Einkreuzung erschwert, erleichtert die anschließende Verbesserung.
Der Abstand hat sich verkleinert
Zwischen den besten Vertretern dieser Gruppe und tageslängenabhängigen Linien liegt heute weniger als noch vor zwanzig Jahren. Er ist allerdings nicht verschwunden.
Für welche Situation sie passt
Vier Fälle, zwei dafür und zwei dagegen.
Für kurze Sommer im Freiland
Wo tageslängenabhängige Linien im Herbst nicht mehr fertig werden, ist diese Gruppe oft die einzige Möglichkeit. Der Aussaattermin bestimmt den Erntetermin, und der lässt sich vor die feuchte Jahreszeit legen.
Für gestaffelte Durchgänge
Wer kontinuierlich ernten möchte statt in einem einzigen Schwung, kann Pflanzen versetzt ansetzen. Bei tageslängenabhängigen Linien verlangt das getrennte Räume.
Nicht für maximale Menge pro Fläche
Wer aus einer festen Fläche das Höchstmögliche holen will, fährt mit langen Wachstumsphasen besser. Die kurze Vorlaufzeit ist hier ein struktureller Nachteil.
Nicht für aufwendige Formung
Techniken, die eine Pflanze über Wochen in Form bringen, brauchen eine Wachstumsphase, die es hier nicht gibt. Wer so arbeiten möchte, arbeitet mit der anderen Gruppe.
Was am Endprodukt anders ist
Drei Unterschiede, die ein Käufer bemerken kann.
Die Blütenstände sind oft kleiner
Weniger Wachstumszeit bedeutet kleinere Pflanzen und kleinere Blütenstände. Das ist ein Unterschied in der Größe und nicht zwingend einer in der Zusammensetzung.
Der Gehalt liegt im Schnitt etwas niedriger
Über die Gruppe gemittelt liegen die gemessenen Werte etwas unter denen tageslängenabhängiger Linien. Der Abstand ist deutlich kleiner geworden und bei guten Vertretern nicht mehr auffällig.
Sonst ist es dasselbe Material
Aufbau, Drüsen, Aroma und Verarbeitung folgen denselben Regeln wie überall. Am fertigen Erzeugnis ist die Eigenschaft nicht zu erkennen.
Was das Zertifikat dazu sagt
Vier Abschnitte, und keiner erwähnt die Eigenschaft.
Das Cannabinoidprofil
Die gemessenen Moleküle mit ihrem Gehalt in dieser einen Charge. Ob die Pflanze nach Alter oder nach Tageslänge geblüht hat, steht dort nicht.
Der Gesamtgehalt an THC
Die Summe über beide Formen mit dem Faktor 0,877. Die Rechnung ist dieselbe, unabhängig von der Herkunft der Blüte.
Metalle, Pestizide und Mikrobiologie
Drei Kapitel, die vom Anbau und nicht von der Genetik handeln. Sie sagen über die Sorgfalt im Betrieb mehr aus als jede Sortenangabe.
Die Eigenschaft steht bestenfalls im Katalog
Wenn sie überhaupt genannt wird, dann in der Sortenbeschreibung des Anbieters. Ein Analysedokument hat dafür keine Zeile.
Was vor dem Kauf zu fragen ist
Vier Fragen, die bei dieser Gruppe etwas ändern.
Wie lange war der Zyklus tatsächlich
Die Packungsangabe ist ein Mindestwert unter idealen Bedingungen. Ein Betrieb, der die tatsächliche Dauer nennt, kennt seinen eigenen Ablauf.
Wurde nach den Drüsen geerntet
Bei einer Gruppe mit festem Kalender ist die Versuchung besonders groß, nach Datum zu ernten. Die Antwort verrät, ob beobachtet oder abgezählt wurde.
Wie lange wurde getrocknet
Die Frage gilt unabhängig von der Genetik und ist überall die aufschlussreichste. Ein kurzer Anbauzyklus verleitet zusätzlich zu einer kurzen Trocknung.
Wo liegt das Chargenzertifikat
Nicht ein Zertifikat des Lieferanten allgemein, sondern das dieser Charge. Ohne Dokument ist die Zusammensetzung nicht geprüft.
Ein kleines Glossar
Vier Begriffe, die auf dieser Seite wiederkehren.
Photoperiodisch
Abhängig von der Länge der Dunkelphase. Bei diesen Linien löst die Verlängerung der Nacht die Blüte aus, im Gegensatz zu der hier beschriebenen Gruppe.
Rezessiv
Eine Erbanlage, die sich nur zeigt, wenn sie von beiden Elternteilen kommt. Deshalb verschwindet die Eigenschaft in der ersten Kreuzungsgeneration.
Rückkreuzung
Das wiederholte Kreuzen der Nachkommen mit einem Elternteil, um eine Eigenschaft zu festigen. Es ist der Weg, auf dem diese Gruppe ertragreich gemacht wurde.
Streckung
Die Höhenzunahme zu Beginn der Blüte. Sie fällt bei dieser Gruppe deutlich geringer aus als bei tageslängenabhängigen Linien.
Die häufigsten Irrtümer
Vier Annahmen, die sich halten.
Sie sei dasselbe wie feminisiert
Die eine Eigenschaft betrifft den Blühbeginn, die andere das Geschlecht des Nachwuchses. Sie werden oft kombiniert und sind unabhängig voneinander.
Sie sei automatisch anfängerfreundlich
Der Wegfall des Lichtwechsels vereinfacht eine Sache, und die fehlende Möglichkeit zur Korrektur verschärft eine andere. Unterm Strich verzeiht diese Gruppe weniger.
Der Ertrag sei zwangsläufig schwach
Das galt für die frühen Vertreter und gilt für gute heutige Linien nur noch eingeschränkt. Der Abstand ist über zwei Jahrzehnte Auslese deutlich geschrumpft.
Man könne die Blüte hinauszögern
Es gibt kein äußeres Signal, an dem sich drehen ließe. Wer eine spätere Ernte braucht, braucht eine andere Gruppe.
Was diese Seite nicht entscheidet
Drei Fragen, die hier bewusst offenbleiben.
Welche Gruppe die bessere ist
Beide haben strukturelle Vor- und Nachteile, und welche passt, hängt von Fläche, Klima und Zielsetzung ab. Diese Seite beschreibt den Unterschied und spricht keine Empfehlung aus.
Welche Wirkung ein Erzeugnis hat
Beschrieben werden Botanik, Anbau und das, was am Endprodukt davon übrig bleibt. Was ein Erzeugnis mit einem Menschen macht, ist eine Frage für Ärztin oder Apotheker.
Ob Anbau dort, wo du bist, erlaubt ist
Die Regeln unterscheiden sich je Land und ändern sich regelmäßig, auch innerhalb der Europäischen Union. Diese Seite beschreibt eine biologische Eigenschaft und trifft keine Aussage über Zulässigkeit.
Häufige Fragen
Was unterscheidet diese Linien von den übrigen
Der Auslöser der Blüte. Die meisten Linien warten darauf, dass die ununterbrochene Dunkelphase eine bestimmte Länge überschreitet; diese blühen nach einer bestimmten Zahl von Tagen ab der Keimung, unabhängig vom Lichtrhythmus.
Ist das dasselbe wie feminisiertes Saatgut
Nein, das sind zwei unabhängige Eigenschaften. Feminisiert bedeutet, dass ausschließlich weibliche Pflanzen entstehen; die hier beschriebene Eigenschaft betrifft allein den Blühbeginn. Beide werden häufig kombiniert, was die Verwechslung erklärt.
Warum ist der Ertrag geringer
Weil die Pflanze vor der Blüte nur wenige Wochen Zeit hat, Masse aufzubauen, und dieser Zeitraum sich nicht verlängern lässt. Der Abstand zu tageslängenabhängigen Linien ist über zwei Jahrzehnte Auslese allerdings deutlich kleiner geworden.
Kann ich die Blüte verschieben
Nein. Es gibt kein äußeres Signal, an dem sich drehen ließe, weil die Pflanze die Tageslänge gar nicht misst. Mehr Licht liefert mehr Energie und damit mehr Masse, verschiebt den Blühbeginn aber nicht um einen Tag.