Bei einer CBD-Salbe zählt nur die INCI-Liste
Drehen Sie die Dose um. Auf der Vorderseite steht, was verkauft werden soll; auf der Rückseite steht, was drin ist — und bei kosmetischen Mitteln steht es dort in einer Reihenfolge, die man lesen kann.
Wir haben uns angesehen, was Google in Deutschland zu dieser Suche ausspielt. Ganz oben stehen Apotheken — Shop Apotheke, DocMorris —, dazu Vergleichsseiten großer Medienhäuser. Und im Shopping-Block liest man die Produktnamen: Arnika, Menthol & Hanf. Teufelskralle Alpenkräuter Balsam Minzöl Menthol. Wärmende CBD Creme.
Das ist der Befund dieser Seite in einer Zeile: Bei vielen CBD-Salben machen Menthol, Kampfer und Arnika die spürbare Arbeit, und das CBD steht auf der Dose. Das muss kein schlechtes Produkt sein. Aber es ist ein anderes Produkt, als man zu kaufen glaubt, und es ist teurer.
Die INCI-Liste ist die eigentliche Information
Warum die Reihenfolge etwas bedeutet
Kosmetische Mittel müssen ihre Bestandteile in der INCI-Nomenklatur angeben, und zwar in absteigender Reihenfolge des Gewichtsanteils. Für Bestandteile unterhalb von einem Prozent gilt die Reihenfolge nicht mehr — sie dürfen in beliebiger Reihenfolge am Ende stehen.
Daraus folgt ein Test, den Sie in fünf Sekunden machen können, ohne Fachwissen.
Der Fünf-Sekunden-Test
Suchen Sie Cannabidiol in der Liste.
- Steht es weit vorn, ist nennenswert davon enthalten.
- Steht es ganz hinten, zwischen Duftstoffen, Konservierern und
Limonene,Linalool,Citral, dann liegt der Anteil mit hoher Wahrscheinlichkeit unter einem Prozent.
Das ist keine Vermutung über den Hersteller, sondern eine Ableitung aus einer verbindlichen Kennzeichnungsregel.
Zwei Listen nebeneinander
So sieht der Test an einem gedachten, aber typischen Beispiel aus. Beide Produkte heißen auf der Vorderseite „CBD Creme“.
Produkt A:
Aqua, Cannabis Sativa Seed Oil, Glycerin, Cetearyl Alcohol, Menthol, Parfum,
Phenoxyethanol, Limonene, Cannabidiol
Produkt B:
Aqua, Helianthus Annuus Seed Oil, Cannabidiol, Glycerin, Cetearyl Alcohol,
Tocopherol, Phenoxyethanol
Bei A steht Cannabidiol an letzter Stelle, hinter Parfum und Konservierer — der Anteil liegt sehr
wahrscheinlich unter einem Prozent. Weiter vorn steht dafür Menthol, und das ist der Stoff, den
man spüren wird. Cannabis Sativa Seed Oil an zweiter Stelle ist Hanfsamenöl und trägt zum
CBD-Gehalt nichts bei.
Bei B steht Cannabidiol an dritter Stelle, vor mehreren Grundstoffen. Kein Menthol, kein Parfum.
Das Produkt verspricht weniger und enthält mehr.
Der ganze Vergleich dauert eine halbe Minute und funktioniert bei jedem Produkt dieser Kategorie, ohne dass man dem Hersteller irgendetwas glauben müsste.
Was noch in der Liste steht
Zwei Bezeichnungen werden regelmäßig verwechselt, und die Verwechslung ist teuer:
Cannabis Sativa Seed Oil— Hanfsamenöl. Ein gutes Pflegeöl, aber es enthält kein CBD. Samen enthalten keine Cannabinoide.CannabidioloderCannabis Sativa Leaf Extract— hier ist tatsächlich Cannabidiol beziehungsweise ein cannabinoidhaltiger Extrakt gemeint.
Eine „Hanfcreme“ mit ausschließlich Cannabis Sativa Seed Oil in der Liste ist eine Creme mit
Hanfsamenöl. Der Preisaufschlag für das Wort Hanf bleibt trotzdem meist erhalten.
Die Wirkstoffe, die man spürt
Menthol und Kampfer
Menthol aktiviert Kälterezeptoren, Kampfer erzeugt ein Wärmegefühl. Beide erzeugen eine sofort und deutlich wahrnehmbare Empfindung — und genau diese Wahrnehmbarkeit ist der Grund, warum sie in nahezu jedem Produkt dieser Kategorie vorkommen.
Wenn eine Salbe unmittelbar nach dem Auftragen kühlt oder wärmt, kommt das von diesen Stoffen. Nicht vom Cannabidiol.
Arnika, Teufelskralle, Beinwell
Traditionelle Pflanzenauszüge mit langer Verwendungsgeschichte in genau dieser Produktkategorie. Sie stehen in den Produktnamen des Shopping-Blocks ganz offen dabei — der Hersteller versteckt sie nicht, er stellt nur das CBD nach vorn, weil es das Suchwort ist.
Warum das ein Kaufkriterium ist
Nicht, weil diese Stoffe schlecht wären. Sondern weil sie billig sind und CBD teuer ist. Wenn Sie eine Mentholsalbe kaufen möchten, gibt es sie zu einem Bruchteil des Preises ohne den Hanf-Aufschlag.
Wenn Sie tatsächlich Cannabidiol auf der Haut möchten, wollen Sie wissen, wie viel — und dafür brauchen Sie die nächste Angabe.
Milligramm statt Prozent
Was auf der Dose stehen sollte
Ein ernst gemeintes Produkt nennt den CBD-Gehalt in Milligramm pro Behälter oder in Milligramm pro Milliliter. „Mit CBD“ ist keine Angabe, und ein Prozentwert ohne Füllmenge lässt sich nicht vergleichen.
Der Preis pro Milligramm, auch hier
| Tiegel A | Tiegel B | |
|---|---|---|
| Inhalt | 30 ml | 100 ml |
| CBD gesamt | 150 mg | 1 000 mg |
| Preis | 20 € | 45 € |
| Preis je mg | 0,133 € | 0,045 € |
Tiegel B kostet mehr als das Doppelte und ist pro Milligramm dreimal günstiger. Dieselbe Arithmetik wie bei Ölen, in einem Format, in dem sie noch seltener ausgewiesen wird.
Wo die Milligrammzahl irreführt
Ein Vorbehalt, den wir dazuschreiben, weil er sonst fehlt: Eine hohe Milligrammzahl in einem großen Tiegel sagt nichts über die Konzentration an der Stelle, auf die Sie sie auftragen. 1 000 mg auf 100 ml sind 10 mg pro Milliliter — und ein Milliliter ist bereits eine großzügige Portion.
Vergleichbar wird es erst über mg pro Milliliter, nicht über die Zahl auf der Vorderseite.
Salbe, Creme, Gel, Balsam: die Wörter bedeuten etwas
Anders als „Premium“ sind das keine Marketingbegriffe. Sie beschreiben Zubereitungsformen mit unterschiedlichem Wassergehalt, und der entscheidet über Gefühl, Einziehverhalten und Haltbarkeit.
Salbe
Wasserfrei oder nahezu wasserfrei, auf Fettbasis. Sie legt einen Film auf die Haut, zieht langsam ein und fettet. Weil kein Wasser vorhanden ist, braucht sie wenig oder keine Konservierung — ein Vorteil für empfindliche Haut.
Für ein lipophiles Molekül wie Cannabidiol ist eine Fettgrundlage außerdem die naheliegende Umgebung.
Creme
Eine Emulsion aus Fett und Wasser. Zieht schneller ein, fühlt sich leichter an, braucht dafür Emulgatoren und Konservierungsstoffe. Der überwiegende Teil dessen, was als „CBD Creme“ verkauft wird, gehört hierher.
Gel
Wasserbasiert, ohne Fettphase, kühlt beim Verdunsten. Hier steckt ein Widerspruch, den kaum jemand anspricht: Ein stark lipophiler Wirkstoff braucht in einem wässrigen Gel Lösungsvermittler, sonst ist er schlicht nicht gleichmäßig verteilt.
Ein CBD-Gel ohne erkennbaren Lösungsvermittler in der INCI-Liste ist deshalb einen zweiten Blick wert.
Balsam
Fett und Wachs, ohne Wasser — die dickste Variante, oft mit Bienenwachs oder Sheabutter. Sehr haltbar, sehr deckend, sehr wenig geeignet für großflächige Anwendung.
Was sonst noch in der Liste steht
Die 26 deklarationspflichtigen Duftstoffe
Limonene, Linalool, Citral, Geraniol, Eugenol und weitere sind in der EU einzeln
anzugeben, sobald sie bestimmte Konzentrationen überschreiten — nicht weil sie schlecht wären,
sondern weil sie bekannte Kontaktallergene sind.
Sie stammen häufig aus ätherischen Ölen und aus dem Hanfextrakt selbst, dessen Terpene teilweise identisch sind. Ein Produkt mit vielen dieser Einträge ist stark parfümiert; wer zu Hautreaktionen neigt, liest hier zuerst.
Konservierung
Jedes Produkt mit Wasseranteil braucht Konservierung, sonst verdirbt es. Der Streit darüber, welches Konservierungssystem das bessere ist, gehört nicht auf diese Seite — die nützliche Information lautet: Ein wasserhaltiges Produkt ganz ohne Konservierung ist kein Reinheitsbeweis, sondern ein Problem.
Der Hinweis auf die Verwendungsdauer
Das Symbol des geöffneten Tiegels mit einer Monatszahl gibt an, wie lange das Produkt nach dem Öffnen verwendet werden soll. Bei einem großen Tiegel, den man selten benutzt, ist das die relevantere Angabe als das Mindesthaltbarkeitsdatum.
Anwendung
Menge und Stelle
Da die Aufnahme lokal bleibt, ist die Stelle das Entscheidende: Aufgetragen wird dort, wo es wirken soll, nicht großflächig. Eine dünne Schicht, gut einmassiert, nutzt das Produkt besser aus als eine dicke, die zum größten Teil an der Kleidung landet.
Was Sie zuerst prüfen sollten
Ein Test an einer kleinen Stelle in der Armbeuge, bevor ein neues Produkt großflächig verwendet wird — insbesondere bei stark parfümierten Zubereitungen und bei Menthol- oder Kampferzusätzen, die auf gereizter Haut unangenehm sein können.
Nicht auf offene Haut, nicht in die Augen, und Hände nach dem Auftragen waschen, wenn Menthol im Spiel ist. Der letzte Punkt klingt trivial, bis man sich damit einmal die Augen gerieben hat.
Wie weit CBD durch die Haut kommt
Die Barriere
Die äußerste Hautschicht, das Stratum corneum, ist genau dafür gebaut, das Eindringen von Fremdstoffen zu begrenzen. Cannabidiol ist ein vergleichsweise großes, stark lipophiles Molekül — also keiner der Stoffe, die diese Schicht leicht passieren.
Was das praktisch heißt
Eine topische Anwendung ist im Wesentlichen eine lokale Anwendung. Über die Haut in nennenswertem Umfang in den Blutkreislauf zu gelangen, ist für diese Molekülklasse ohne besondere Formulierung schwierig.
Das ist zugleich die gute Nachricht dieser Kategorie: Wer CBD auf der Haut anwendet, muss sich um die Fragen der Einnahme — Leberenzyme, Wechselwirkungen, Novel Food — deutlich weniger Gedanken machen.
Warum das die Milligrammfrage nicht erledigt
Man könnte einwenden: Wenn ohnehin wenig ankommt, warum dann auf den Gehalt achten? Weil die Aufnahme zwar begrenzt, aber nicht null ist — und weil das Wenige, das ankommt, proportional zu dem ist, was aufgetragen wurde.
Ein Produkt mit einem Bruchteil eines Prozents liefert einen Bruchteil davon. Der Preis bleibt derselbe.
Transdermale Pflaster sind etwas anderes
Es gibt Zubereitungen, die gezielt auf die Aufnahme durch die Haut hin entwickelt sind, mit Trägersystemen, die diese Barriere überwinden sollen. Das ist eine eigene Produktklasse und nicht das, was in einem Tiegel Creme steckt.
Der rechtliche Rahmen: die klarste Kategorie überhaupt
Kosmetikrecht statt Grauzone
Eine CBD-Salbe fällt unter die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Daraus folgen konkrete, prüfbare Pflichten: eine verantwortliche Person in der Union, eine Produktinformationsdatei, eine Sicherheitsbewertung durch eine qualifizierte Person und eine Notifizierung im europäischen Portal CPNP.
Das ist der Grund, warum wir diese Kategorie in unserer Marktübersicht gesondert führen: Sie ist die einzige, die in allen europäischen Märkten ohne rechtliche Reibung verkäuflich ist — auch dort, wo orale Produkte verschreibungspflichtig oder nicht zugelassen sind.
Die Grenze, die man nicht überschreiten darf
Ein kosmetisches Mittel darf pflegen. Es darf nicht als etwas dargestellt werden, das auf eine Krankheit einwirkt. Genau dort liegt die Spannung, die dieser SERP sichtbar macht: Die von Google angezeigten Fragen drehen sich um Schmerzen und Entzündungen, und ein Kosmetikum darf darauf keine Antwort versprechen.
Was das über einen Anbieter aussagt
Ein Hersteller, der seine Salbe als Pflegeprodukt beschreibt und die Zusammensetzung offenlegt, arbeitet innerhalb des Rahmens. Einer, der Aussagen über Beschwerden trifft, hat entweder den Rahmen nicht gelesen oder nimmt in Kauf, dass sein Produkt umklassifiziert wird.
Für Sie ist das kein juristisches Detail: Ein Produkt, dessen Vermarktung angreifbar ist, kann aus dem Handel verschwinden, während Sie es noch verwenden.
Die Fragen aus der Ergebnisseite
Google zeigt zu dieser Suche vier Fragen. Alle vier zielen auf Beschwerden, und das lässt sich weder ignorieren noch beantworten, ohne unehrlich zu werden. Hier ist, was sich sagen lässt.
„Für was ist CBD Salbe gut?“
Als Kosmetikum: für die Pflege der Haut. Für alles darüber hinaus gilt, dass in der Europäischen Union keine gesundheitsbezogene Angabe für CBD zugelassen ist — was nicht bedeutet, dass niemand etwas beobachtet hätte, sondern dass die eingereichten Belege als nicht ausreichend bewertet wurden.
„Welche ist die beste CBD Salbe?“
Die, bei der Sie die Milligramm pro Milliliter kennen, Cannabidiol weit vorn in der INCI-Liste
steht und ein Chargenzertifikat existiert. Das sind drei prüfbare Kriterien; „beste“ ist keines.
Und die beiden Fragen zu Schmerzen
Dazu sagen wir nichts, und das ist eine bewusste Entscheidung. Eine Seite, die Kosmetik verkauft und gleichzeitig über Beschwerden spricht, ist genau das, was der Rahmen unterbindet — aus Gründen, die wir für richtig halten.
Wenn Beschwerden der Anlass sind, gehört die Frage zu einer Ärztin oder einem Apotheker. Das ist keine Ausflucht: Es ist der einzige Ort, an dem sie mit Kenntnis Ihrer übrigen Medikation beantwortet werden kann.
Chargenzertifikat auch bei Kosmetik
Warum es hier ebenfalls zählt
Weil die Kosmetikverordnung Sicherheit und Rückverfolgbarkeit verlangt, aber keine Veröffentlichung des Cannabinoidgehalts. Die Sicherheitsbewertung sagt nicht, wie viel CBD drin ist — sie sagt, dass das Produkt sicher ist.
Wer wissen will, ob die 500 mg auf der Dose stimmen, braucht dieselbe Analyse wie bei einem Öl: mit Chargennummer, datiert, von einem unabhängigen Labor.
Die THC-Zeile bei Topika
Auch eine Salbe aus Vollspektrum-Extrakt enthält THC in geringen Mengen. Da die Aufnahme über die Haut gering ist, ist die Relevanz für einen Speicheltest gering — anders als bei Ölen. Erwähnenswert bleibt es, weil manche Hersteller es zum Verkaufsargument machen, obwohl es hier kaum eines ist.
Apotheke, Fachshop oder Marktplatz
Der SERP zu dieser Suche mischt drei Verkaufswege, die sich stärker unterscheiden, als es aussieht: Versandapotheken auf den vordersten Plätzen, spezialisierte Shops dazwischen und ein großer Marktplatz mitten drin.
Die Versandapotheke
Der Lieferant hat eine Eingangsprüfung durchlaufen, und das Unternehmen hat etwas zu verlieren. Das ist ein Filter, den Sie geschenkt bekommen.
Was Sie dort seltener bekommen, ist das Chargenzertifikat mit dem Cannabinoidgehalt — Apotheken prüfen Lieferanten, nicht zwingend jede Charge auf CBD. Beides ist nützlich, beides ist nicht dasselbe.
Der Marktplatz
Hier lohnt ein genauer Blick, und er führt direkt zum Fünf-Sekunden-Test von weiter oben zurück.
Große Marktplätze schränken den Verkauf cannabinoidhaltiger Produkte in ihren eigenen Richtlinien
ein — mit der Folge, dass ein erheblicher Teil dessen, was dort unter „CBD Creme“ auftaucht, in der
Zutatenliste ausschließlich Cannabis Sativa Seed Oil führt.
Also Hanfsamenöl. Also kein CBD. Der Produkttitel sagt CBD, die INCI-Liste sagt Samenöl, und beide sind gleichzeitig wahr, weil der Titel keiner Kennzeichnungspflicht unterliegt und die Liste schon.
Das ist der praktischste Anwendungsfall des Tests: Titel und Zutatenliste nebeneinanderhalten. Wenn sie auseinanderlaufen, gilt die Liste.
Der Fachshop
Die breiteste Auswahl und am ehesten die Stelle, an der ein Chargenzertifikat verlinkt ist. Dafür ohne die Vorprüfung, die eine Apotheke mitbringt — hier prüfen Sie selbst, und die acht Punkte weiter unten sind genau dafür da.
Was in allen drei Fällen gleich bleibt
Die Frage lautet überall gleich und passt in einen Satz: Wie viele Milligramm Cannabidiol pro Milliliter, und wo steht das nachprüfbar? Der Verkaufsweg ändert daran nichts — er ändert nur, wie leicht die Antwort zu finden ist.
Vor dem Kauf
- INCI-Liste lesen: Wo steht
Cannabidiol? Cannabis Sativa Seed Oilist Hanfsamenöl, kein CBD.- Milligramm pro Milliliter ist angegeben, nicht nur eine Gesamtzahl.
- Preis pro Milligramm ist errechenbar.
- Menthol, Kampfer, Arnika: erwarten Sie den Effekt von dort, nicht vom CBD.
- Chargenzertifikat vorhanden, mit Nummer und Labor.
- Verantwortliche Person in der EU auf der Verpackung angegeben.
- Keine Aussagen über Krankheiten auf der Produktseite — ihr Fehlen ist ein gutes Zeichen.
Punkt 8 liest sich verkehrt herum und ist es nicht. In dieser Kategorie ist Zurückhaltung im Text das verlässlichste Signal, das ein Hersteller senden kann, weil sie ihn Verkäufe kostet. Wer auf Wirkungsversprechen verzichtet, obwohl die Konkurrenz sie macht, hat sich entweder rechtlich beraten lassen oder Prinzipien — und beides spricht für das Produkt.
Was wir prüfen und was nicht
Wir prüfen, was auf dem Papier steht: Zutatenlisten, Zahlen, Rechtstexte, Divisionen. Wir bewerten keine Konsistenz, keinen Duft und kein Hautgefühl, und wir führen keine Rangliste.
Bei Kosmetik ist diese Grenze besonders spürbar, weil das Produkterlebnis hier viel ausmacht. Aber genau darüber liegen bereits tausend Bewertungen vor. Über die INCI-Liste nicht.
Und das ist der eigentliche Punkt dieser Seite. Eine Bewertung sagt Ihnen, wie sich eine Creme anfühlt — was sie nicht sagen kann, ist, ob das Gefühl vom Cannabidiol kommt oder vom Menthol. Diese Frage beantwortet ausschließlich die Rückseite der Dose, und sie beantwortet sie bei jedem Produkt, jederzeit, ohne dass jemand sie für Sie getestet haben muss.
Deshalb steht der Fünf-Sekunden-Test ganz oben und nicht am Ende: Er ist nicht die Ergänzung zur Kaufentscheidung. Er ist sie.