Zwischen 90 und 99 Prozent liegt der bezahlte Unterschied
Der Unterschied zwischen den beiden ist kein Reinheitsgrad, sondern eine Entscheidung darüber, was bleiben darf. Neun Prozentpunkte trennen sie, und in diesen neun Punkten steckt alles, was nicht CBD ist.
Beide sind hochgereinigte Erzeugnisse aus derselben Kette. Der eine Schritt weiter, der beim Isolat gegangen wird, entfernt genau das, wofür beim Destillat ein Aufschlag bezahlt wird.
Diese Seite erklärt, was in den restlichen Prozentpunkten liegt, wie sich beide am Zertifikat unterscheiden, und wann welches Erzeugnis sachlich das passende ist.
⚠️ Rahmen. Diese Seite beschreibt Verfahren und was sich an Dokumenten überprüfen lässt. Sie beschreibt nicht, was ein Produkt bei einer Person bewirkt, nennt keine Mengen und ersetzt keine Fachperson.
Was ein Destillat ist
Der Reinheitsbereich
Etwa neunzig Prozent, je nach Verfahren auch etwas darüber. Der Rest ist nicht Verunreinigung, sondern Pflanzeninhalt.
Wie es entsteht
Durch Destillation unter Vakuum, bei der die Bestandteile nach ihrem Siedeverhalten getrennt werden. Der Vakuumteil ist entscheidend.
Warum Vakuum
Weil Cannabinoide bei Normaldruck erst bei Temperaturen sieden, die sie zerstören würden. Unterdruck senkt den Siedepunkt erheblich.
Was dabei entfernt wird
Wachse, Chlorophyllreste, ein Teil der Terpene und die schwerer flüchtigen Bestandteile. Was übrig bleibt, ist eine dickflüssige, goldene Masse.
Was ein Isolat ist
Der Reinheitsbereich
Neunundneunzig Prozent und mehr. Praktisch nur eine einzige Substanz, ohne nennenswerten Rest.
Wie es entsteht
Durch Kristallisation aus einem Destillat oder durch chromatografische Trennung. Beide Wege führen zu demselben Ergebnis.
Wie es aussieht
Ein weißes, kristallines Pulver ohne Geruch und ohne Geschmack. Es erinnert an keinen Pflanzenstoff und ließe sich mit bloßem Auge von jedem anderen weißen Pulver nicht unterscheiden.
Was dabei entfernt wird
Alles außer der Zielsubstanz. Nebencannabinoide, restliche Terpene, Farbstoffe — vollständig und ohne Möglichkeit, den Schritt später wieder rückgängig zu machen.
Was in den neun Prozentpunkten steckt
Nebencannabinoide
CBG, CBC, CBN und andere in kleinen Mengen. Sie stammen aus derselben Pflanze, sind im Destillat noch vorhanden und im Bericht als eigene Zeilen sichtbar.
Restliche Terpene
Ein kleiner Anteil überlebt die Destillation. Er trägt den Geruch, den ein Destillat noch hat.
Weitere Pflanzenstoffe
Flavonoide und Ähnliches, in sehr geringen Mengen. Sie sind schwer zu beziffern, stehen selten auf einem Bericht und lassen sich deshalb weder bestätigen noch widerlegen.
Warum das der ganze Streitpunkt ist
Weil diese Fraktion der Grund für den Preisunterschied ist. Wer sie für wertvoll hält, zahlt für ein Destillat.
Wie sich beide am Zertifikat unterscheiden
Beim Destillat
Ein hoher CBD-Wert und daneben mehrere kleine Werte für andere Cannabinoide. Ein Profil mit mehreren Zeilen.
Beim Isolat
Ein sehr hoher CBD-Wert und darunter praktisch Nullen. Ein sehr charakteristisches, karges Bild.
Was beide gemeinsam brauchen
Ein Lösungsmittelpanel, weil beide Wege damit arbeiten. Und ein Kontaminantenpanel, weil beide stark konzentrieren.
Was der Bericht nicht zeigt
Die Terpene, sofern kein eigenes Panel beauftragt wurde. Genau die Fraktion, um die es geht, fehlt meist.
Warum ein Isolat kein THC enthält
Weil die Trennung vollständig ist
Bei diesem Reinheitsgrad ist praktisch alles andere entfernt, THC eingeschlossen. Es ist die sauberste Antwort auf die Grenzwertfrage.
Warum das ein Verkaufsargument ist
Weil es rechtliche Unsicherheit ausräumt. Für manche Anwendungen ist das der entscheidende Punkt.
Was es kostet
Die gesamte übrige Pflanze. Ein Isolat ist eine Substanz, kein Auszug.
Warum manche das trotzdem wollen
Weil es genau kalkulierbar ist. Wer eine bestimmte Menge einer Substanz einarbeiten will, hat es leichter.
Was der Prozentwert hier tatsächlich bedeutet
Er bezieht sich auf die Masse
Neunzig Prozent heißt: neunhundert Milligramm pro Gramm. Bei diesen Reinheitsgraden ist die Rechnung ausnahmsweise einfach.
Warum er trotzdem täuschen kann
Ein Isolat mit neunundneunzig Prozent kostet pro Gramm mehr, kann aber pro Milligramm günstiger sein. Die Division entscheidet, nicht der Prozentwert.
Warum der Vergleich hier besonders lohnt
Weil die Preisspanne zwischen den Erzeugnissen groß ist und die Prozentwerte nahe beieinander liegen. Ein kleiner Unterschied im Zähler, ein großer im Nenner.
Was man dafür braucht
Den Preis, das Gewicht und den deklarierten Gehalt. Drei Zahlen, die auf jeder Verpackung stehen sollten.
Warum beide Erzeugnisse ein Kontaminantenpanel brauchen
Weil die Anreicherung enorm ist
Von der Pflanze zum Isolat liegen mehrere Reinigungsschritte. Was nicht entfernt wird, liegt am Ende stark konzentriert vor.
Was mitgeht und was nicht
Schwermetalle folgen nicht dem Siedeverhalten der Cannabinoide und bleiben meist zurück. Manche Pestizide destillieren jedoch mit.
Warum das kontraintuitiv ist
Weil ein hochgereinigtes Erzeugnis sauber wirkt. Reinheit bezieht sich hier auf den Cannabinoidanteil, nicht auf die Abwesenheit von Fremdstoffen.
Was daraus folgt
Dass ein Isolat mit neunundneunzig Prozent Reinheit trotzdem ein vollständiges Panel braucht. Die beiden Angaben messen verschiedene Dinge.
Warum ein Destillat trotzdem THC enthalten kann
Weil die Trennung unvollständig ist
Neunzig Prozent bedeutet zehn Prozent anderes, und darin kann THC sein. Der Wert muss beziffert werden.
Warum die Summe hier besonders zählt
Weil ein Konzentrat dieser Reinheit hohe absolute Werte trägt. Ein kleiner Prozentsatz ist hier eine große Menge.
Wie man rechnet
Delta-9-THC plus THCA multipliziert mit 0,877. Der Faktor entsteht daraus, dass THCA beim Erhitzen ein CO₂-Molekül verliert und dabei leichter wird.
Warum die Destillation daran wenig ändert
Weil CBD und THC ähnliche Siedepunkte haben. Sie lassen sich destillativ nur schwer voneinander trennen.
Der Preisunterschied und was er misst
Den zusätzlichen Verfahrensschritt
Ein Isolat verlangt eine weitere Reinigung. Sie kostet Anlage, Zeit und Ausbeute.
Die Ausbeute
Jeder Schritt kostet Material. Ein Isolat ist teurer pro Gramm, weil weniger davon herauskommt.
Die Marktposition
Destillate tragen den Aufschlag für Vollspektrumsnähe, Isolate den für Reinheit und Kalkulierbarkeit. Zwei verschiedene Argumente.
Was er nicht misst
Den Gehalt an der Zielsubstanz. Beim Isolat ist er höher, und das macht die Division umso wichtiger.
Wann welches sachlich passt
Wenn Konformität die Hauptsorge ist
Dann das Isolat. Es nimmt die Grenzwertfrage vollständig vom Tisch.
Wenn Aroma zählt
Dann das Destillat, oder noch besser ein weniger gereinigtes Erzeugnis. Jeder Schritt kostet Aromastoffe.
Wenn genaue Dosierung zählt
Dann das Isolat. Eine reine Substanz lässt sich exakt einwiegen.
Wenn ein Vollspektrum gewünscht ist
Dann keines von beiden. Beide sind gereinigt, und ein Vollspektrum liegt weiter vorn in der Kette.
Was «Broad Spectrum» dazu ist
Was der Begriff meint
Ein Erzeugnis mit den Begleitstoffen, aber ohne THC. Es liegt zwischen den beiden.
Wie es entsteht
Durch gezielte Entfernung von THC aus einem Destillat, meist chromatografisch. Der Rest bleibt erhalten.
Warum es teuer ist
Es verlangt einen zusätzlichen, selektiven Schritt. Von den drei Erzeugnissen ist es das aufwendigste.
Woran man es erkennt
Am Zertifikat: mehrere Cannabinoidzeilen wie beim Destillat, aber THC nahe der Nachweisgrenze. Eine Kombination, die von selbst nicht entsteht.
Der rechtliche Blickwinkel
Die Konzentration wandert mit
Beide Erzeugnisse sind hoch konzentriert. Was in der Pflanze unauffällig war, ist hier eine nennenswerte Menge.
Warum das Isolat die Ausnahme ist
Weil bei diesem Reinheitsgrad praktisch nichts anderes übrig bleibt. Es ist der einzige Fall, in dem die Anreicherung das Problem selbst löst.
Was für Destillate gilt
Die Summe muss beziffert und geprüft sein. Ein Bericht ohne THCA-Wert reicht hier nicht.
Wo die Regeln stehen
Auf der Seite zur Rechtslage in Deutschland, mit den zugehörigen amtlichen Quellen.
Wie eine Kurzweg-Destillation abläuft
Die Vorbereitung
Das Extrakt muss winterisiert und decarboxyliert sein. Wachse stören, und Säureformen destillieren anders als neutrale.
Der erste Durchgang
Bei niedriger Temperatur gehen die leichten Anteile über, vor allem Restterpene und Wasser. Sie werden verworfen oder getrennt aufgefangen.
Der zweite Durchgang
Bei höherer Temperatur folgt die Hauptfraktion. Das ist das eigentliche Destillat.
Der Rückstand
Schwere Bestandteile bleiben im Sumpf zurück, darunter Farbstoffe und Zersetzungsprodukte. Sie machen den größten Teil dessen aus, was entfernt wurde.
Warum «Kurzweg» im Namen steht
Der Weg des Dampfes
Zwischen Verdampfung und Kondensation liegen nur wenige Zentimeter. Der Aufbau ist bewusst kompakt.
Warum das nötig ist
Weil ein längerer Weg mehr Zeit bei hoher Temperatur bedeutet. Cannabinoide zersetzen sich dabei.
Was der kurze Weg leistet
Er senkt die Verweilzeit auf Sekunden. Die thermische Belastung sinkt entsprechend.
Was daraus folgt
Dass die Bauart hier über die Qualität entscheidet, nicht nur die Temperatur. Zwei Anlagen mit derselben Einstellung liefern verschiedene Ergebnisse.
Wie ein Isolat kristallisiert
Der Ausgangsstoff
Ein Destillat, gelöst in einem geeigneten Lösungsmittel. Ohne diesen Zwischenschritt geht es nicht.
Der Vorgang
Langsames Abkühlen, bis die Zielsubstanz auskristallisiert. Alles andere bleibt in Lösung.
Warum das funktioniert
Weil CBD bei den üblichen Bedingungen bereitwilliger kristallisiert als die Begleitstoffe. Ein glücklicher Umstand, auf dem das ganze Verfahren beruht.
Das Waschen
Die Kristalle werden gespült, um anhaftende Reste zu entfernen. Jeder Waschgang erhöht die Reinheit und senkt die Ausbeute.
Ein kurzes Glossar
Destillat
Ein durch Vakuumdestillation gereinigtes Erzeugnis mit etwa neunzig Prozent Zielsubstanz. Der Rest sind Nebencannabinoide und Restterpene — und weil CBD und THC ähnliche Siedepunkte haben, kann darin auch THC stecken.
Kurzweg-Destillation
Ein Aufbau, bei dem zwischen Verdampfung und Kondensation nur wenige Zentimeter liegen. Die kurze Verweilzeit verhindert die thermische Zersetzung der Cannabinoide.
Kristallisation
Der Vorgang, durch den aus einem Destillat ein Isolat wird. CBD fällt bereitwilliger aus als die Begleitstoffe, und darauf beruht das ganze Verfahren.
Isolat
Ein kristallines, weißes Pulver mit neunundneunzig Prozent und mehr. Es enthält praktisch nur eine Substanz und sonst nichts aus der Pflanze — geruchlos, geschmacksneutral und über Chargen und Hersteller hinweg nahezu identisch.
Broad Spectrum
Ein Erzeugnis mit Begleitstoffen, aber ohne THC. Es entsteht durch einen zusätzlichen selektiven Schritt und ist von den dreien das aufwendigste — im Bericht erkennbar an mehreren Cannabinoidzeilen bei einem THC-Wert nahe der Nachweisgrenze, eine Kombination, die von selbst nicht entsteht.
Charge
Ein Produktionsdurchgang. Das Zertifikat gilt für die Charge, nicht für die Bezeichnung des Erzeugnisses — und weil keine der drei Bezeichnungen geschützt ist, entscheidet ohnehin das Profil im Bericht und nicht das Wort auf der Verpackung.
Die fünf Prüfungen, die für jedes Produkt gelten
Das Chargenzertifikat
Mit der Nummer von der Verpackung anfordern. Ein allgemeines Dokument für die Produktlinie gilt nicht für diese Charge, und genau die Unterschiede soll es festhalten.
Das Gesamt-THC
Delta-9-THC plus THCA multipliziert mit 0,877, weil THCA bei Wärme zu THC wird und die Grenze für die Summe gilt, nicht für einen der beiden Werte.
Der Preis pro Milligramm
Eine Division, keine Meinung. Die einzige Größe, die zwei beliebige Produkte vergleichbar macht, unabhängig von Format, Reinheit und Verpackungsgröße.
Die Angaben
Ohne Zulassungsnummer im EU-Register sind es Behauptungen, keine Daten — und für Cannabidiol steht dort bis heute kein einziger zugelassener Eintrag.
Die Angaben des Verkäufers
Firmenname, Adresse und Kontakt. Fehlen sie, fehlt auch die Gegenseite, an die man sich wenden könnte, falls sich herausstellt, dass etwas nicht stimmt.
Wie das mit dem Rest zusammenhängt
Mit der Winterisierung
Sie ist die Vorstufe. Ohne sie stört der Wachsanteil die Destillation erheblich.
Mit der Grenzwertfrage
Das Isolat ist einer der drei Wege, sie zu lösen. Diese Seite beschreibt, was er kostet.
Mit den Extraktionsverfahren
Beide Erzeugnisse können aus jedem Extraktionsweg stammen. Die Reinigung steht danach.
Mit dem Zertifikat
Alles endet dort: Chargennummer, Datum, Cannabinoide, Kontaminanten, Lösungsmittel. Die Bezeichnung selbst steht auf keinem Bericht.
Was man damit praktisch anfängt
Beim Lesen eines Zertifikats
Die Anzahl der Cannabinoidzeilen zählen. Eine einzelne deutet auf ein Isolat, mehrere auf ein Destillat.
Beim Vergleich zweier Angebote
Preis pro Milligramm bilden. Ein Isolat mit höherem Prozentwert kann pro Milligramm günstiger oder teurer sein.
Wenn man es nur verstehen will
Dass neun Prozentpunkte den ganzen Unterschied ausmachen und dass in ihnen alles steckt, was nicht die Zielsubstanz ist.
Was diese Seite veröffentlicht
Verfahren, überprüfbare Dokumente und Rechenoperationen. Keine Wirkungsversprechen — dafür gibt es im EU-Register keinen einzigen zugelassenen Eintrag.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Destillat und Isolat? Etwa neun Prozentpunkte, und darin steckt alles, was nicht CBD ist: Nebencannabinoide, Restterpene und weitere Pflanzenstoffe. Ein Isolat enthält davon nichts mehr.
Ist ein Isolat besser, weil es reiner ist? Es ist reiner und ärmer zugleich. Für exakte Dosierung und rechtliche Sicherheit ist es das passende Erzeugnis, für Aroma und Vollspektrumsnähe nicht.
Kann ein Destillat THC enthalten? Ja. Neunzig Prozent Zielsubstanz bedeutet zehn Prozent anderes, und CBD und THC lassen sich destillativ schwer trennen. Die Summe muss beziffert sein.
Was ist Broad Spectrum? Ein Erzeugnis mit den Begleitstoffen, aber ohne THC — durch einen zusätzlichen selektiven Schritt erzeugt. Von den drei Varianten ist es die aufwendigste und teuerste.
Warum steht die Destillation unter Vakuum? Weil Cannabinoide bei Normaldruck erst bei Temperaturen sieden, die sie zerstören würden. Unterdruck senkt den Siedepunkt so weit, dass der Schritt überhaupt möglich wird.
Braucht ein Isolat mit 99 Prozent noch ein Kontaminantenpanel? Ja. Reinheit bezieht sich auf den Cannabinoidanteil, nicht auf die Abwesenheit von Fremdstoffen — manche Pestizide destillieren mit, und die Anreicherung über mehrere Schritte ist enorm.
Warum heißt es Kurzweg-Destillation? Weil zwischen Verdampfung und Kondensation nur wenige Zentimeter liegen. Das senkt die Verweilzeit bei hoher Temperatur auf Sekunden und verhindert, dass sich die Cannabinoide zersetzen.
Warum bauen so viele Fertigprodukte auf Isolat auf? Wegen der Planbarkeit. Ein Pulver lässt sich wiegen und mischen wie jeder Rohstoff, ist geschmacksneutral und über Chargen hinweg praktisch identisch.
Warum ein Isolat sich anders verarbeiten lässt
Es ist ein Feststoff
Ein Pulver lässt sich wiegen, mischen und lagern wie jeder andere Rohstoff. Ein Destillat ist zäh und klebrig.
Es ist geschmacksneutral
Ohne Terpene gibt es nichts zu überdecken. Für Erzeugnisse mit eigenem Geschmacksprofil ist das ein Vorteil.
Es ist über Chargen hinweg gleich
Zwei Isolate verschiedener Hersteller sind nahezu identisch. Bei Destillaten schwankt das Profil mit der Ernte.
Was das für die Industrie bedeutet
Planbarkeit. Es ist der Grund, warum ein erheblicher Teil der Fertigware auf Isolat aufbaut, auch wenn die Verpackung anderes suggeriert.
Was der Begriff «Vollspektrum» hier abgrenzt
Was er meint
Ein Erzeugnis, das die Begleitstoffe der Pflanze weitgehend behält, einschließlich der gesetzlich zulässigen THC-Menge.
Warum weder Destillat noch Isolat dazugehören
Beide sind gereinigt, und beide haben dabei Bestandteile verloren. Ein Vollspektrum liegt weiter vorn in der Kette.
Warum der Begriff trotzdem oft auftaucht
Weil er nicht geschützt ist. Es gibt keine Definition, ab welchem Anteil an Begleitstoffen er entfällt.
Woran man es prüft
Am Cannabinoidprofil im Bericht und, falls vorhanden, an einem Terpenpanel. Zwei Zeilen sagen mehr als das Wort auf der Verpackung.
Warum das Terpenpanel meist fehlt
Weil es gesondert beauftragt wird
Ein Standardbericht deckt Cannabinoide, Kontaminanten und Lösungsmittel ab. Terpene sind eine eigene Position mit eigenen Kosten.
Warum das ausgerechnet hier stört
Weil es genau die Fraktion beschreibt, um die der Preisunterschied geht. Wer für Vollspektrumsnähe zahlt, bezahlt eine Zeile, die im Bericht fehlt.
Was man stattdessen bekommt
Ein Cannabinoidprofil, das die Nebencannabinoide zeigt. Es ist ein Ersatzmaß und ein brauchbares.
Was ein sorgfältiger Anbieter tut
Er lässt es mitmessen und stellt es dazu. Es ist die Angabe, die sein Erzeugnis vom Isolat unterscheidet, und die einzige, die es beziffert.
Was wir prüfen und was nicht
Wir prüfen, was sich an Dokumenten prüfen lässt: amtliche Register, deklarierte Gehalte, Analysezertifikate, Divisionen. Wir testen keine Produkte, erstellen keine Ranglisten und behaupten keine Wirkung.
Bei diesem Thema gibt es eine Prüfung, die ungewöhnlich einfach ist: die Zahl der Cannabinoidzeilen im Bericht. Eine einzelne bedeutet Isolat, mehrere bedeuten Destillat, und THC nahe der Nachweisgrenze bei mehreren Zeilen bedeutet Broad Spectrum.
Genau deshalb steht hier, was die neun Prozentpunkte enthalten. Sie sind der ganze Unterschied, und das Zertifikat zeigt sie deutlicher als jede Produktbeschreibung.