Eine Familie mit Nummern statt Namen
Diese Familie ist der Fall, in dem interne Nummern zu Handelsbezeichnungen wurden. Eine Aussaat lieferte mehrere brauchbare Pflanzen, jede bekam eine Nummer, und die Nummern wanderten aus dem Notizbuch auf die Verpackung.
Das ist ungewöhnlich und aufschlussreich zugleich. Ungewöhnlich, weil Nummern erklärungsbedürftig sind und Kataloge lieber Namen verkaufen. Aufschlussreich, weil sie offenlegen, was der Markt tatsächlich meint, wenn er von einem Phänotyp spricht: nicht die Ausprägung einer Pflanze, sondern eine ausgelesene Linie.
Diese Seite geht durch, wie die Familie entstand, was eine Nummer bezeichnet und was nicht, und warum gerade dieser Fall die Begriffe dieses Marktes am deutlichsten sichtbar macht.
⚠️ Rahmen. Diese Seite beschreibt ein Material, seine Beurteilung und die zugehörigen Dokumente. Sie beschreibt nicht, was ein Produkt bei einer Person bewirkt, nennt keine Mengen und ersetzt keine Fachperson.
🔴 Warum die Nummern hier zu Namen wurden
Wie Nummern normalerweise entstehen
Ein Züchter sät aus, nummeriert die Pflanzen durch und behält die beste. Die Nummer ist eine Arbeitsnotiz und verschwindet, sobald die Linie einen Namen bekommt.
Was hier anders lief
Mehrere Pflanzen aus derselben Aussaat waren brauchbar. Statt einer Auslese entstanden mehrere, und jede behielt ihre Nummer.
Warum sie sich durchsetzten
Weil sie unterscheidbar waren. Wer eine bestimmte Linie meinte, konnte sie über die Nummer benennen, und das setzte sich schneller durch als neue Namen.
Warum das dem Markt entgegenkam
Er war zu diesem Zeitpunkt bereits daran gewöhnt, innerhalb von Familien zu unterscheiden. Die Nummer lieferte dafür ein knappes Mittel.
Was daraus folgte
Ein Muster, das seither nachgeahmt wird. Nummern hinter Familiennamen sind heute in vielen Katalogen üblich.
Warum das eine Verbesserung ist
Eine Nummer behauptet nichts. Sie ist die ehrlichste Form der Bezeichnung, die dieser Markt entwickelt hat.
Woher die Familie stammt
Der zeitliche Rahmen
Die Familie ist in den frühen zweitausendzehner Jahren in Kalifornien entstanden, im selben Umfeld wie mehrere andere prägende Linien.
Das Umfeld
Ein Kreis von Züchtern, die untereinander Material tauschten. Die Verbindungen zwischen den Familien dieser Zeit sind eng.
Der Ausgangspunkt
Eine Kreuzung zweier bereits bekannter Linien, von denen eine aus der prägenden Familie des vorangegangenen Jahrzehnts stammte.
Was daraus entstand
Eine Aussaat mit ungewöhnlich vielen brauchbaren Pflanzen. Es ist der Umstand, dem die Familie ihre Besonderheit verdankt.
Was gesichert erscheint
Die grobe Zuordnung der Elternlinien und der zeitliche Rahmen. Beides ist aus dem Verlauf ablesbar.
Was nicht gesichert ist
Die genaue Zuordnung einzelner Nummern und die Frage, wer welche Auslese getroffen hat. Wie überall in diesem Markt fehlen Aufzeichnungen aus der Entstehungszeit.
Warum eine Aussaat so viele Auslesen ergab
Der Normalfall
Aus einer Aussaat wird eine Pflanze behalten. Die übrigen sind der Preis der Auswahl.
Was hier eintrat
Mehrere Pflanzen erfüllten die Anforderungen, in verschiedener Weise. Statt einer klaren Besten gab es mehrere brauchbare mit unterschiedlichen Stärken.
Warum das vorkommen kann
Wenn beide Elternlinien in denselben Merkmalen gut sind, liegt die Verteilung der Nachkommen insgesamt höher. Mehr Pflanzen erreichen die Schwelle.
Warum das trotzdem selten ist
Es setzt voraus, dass beide Eltern bereits gefestigt und in dieselbe Richtung ausgelesen waren. Das trifft auf wenige Kreuzungen zu.
Was daraus für den Züchter folgte
Er konnte mehrere Linien führen statt einer. Aus einer Aussaat wurde eine Familie.
Warum das den Namen prägte
Der Familienname bezeichnet die Aussaat, die Nummer die einzelne Auslese daraus. Es ist eine zweistufige Benennung.
🔴 Was eine Nummer tatsächlich bezeichnet
Die technische Bedeutung
Die Position einer Pflanze in der Reihe der ausgesäten Körner. Die dreiunddreißigste Pflanze wird zur Nummer dreiunddreißig.
Was sie nicht bedeutet
Keine Rangfolge und keine Qualitätsstufe. Eine höhere Nummer ist nicht besser und nicht später entstanden.
Was sie im Markt bedeutet
Eine bestimmte Klonlinie mit bestimmten Eigenschaften. Sie wird wie ein Sortenname verwendet.
Warum das eine Verschiebung ist
Eine Positionsangabe wird zu einer Bezeichnung. Der ursprüngliche Sinn geht verloren, die Funktion bleibt.
Warum die Verschiebung harmlos ist
Weil die Nummer weiterhin genau eine Linie meint. Sie ist genauer als jeder Name, den man ihr geben könnte.
Was daraus für die Verwendung folgt
Beim Kauf ist die Nummer der bezeichnende Teil. Der Familienname allein bezeichnet nur die Aussaat.
Warum sie im Markt als Sorte gelesen wird
Was Käufer erwarten
Dass eine Bezeichnung ein bestimmtes Erzeugnis meint. Die Nummer erfüllt diese Erwartung besser als ein Familienname.
Warum das teilweise zutrifft
Eine Klonlinie ist genetisch einheitlich. Alle Pflanzen daraus tragen dieselbe Anlage.
Warum es teilweise nicht zutrifft
Was daraus wird, hängt von Anbau, Erntetermin und Trocknung ab. Dieselbe Nummer aus zwei Betrieben liefert zwei Ergebnisse.
Warum das der wiederkehrende Punkt ist
Es ist derselbe Befund wie bei jedem Sortennamen. Die Anlage ist nicht das Ergebnis.
Was die Nummer trotzdem voraushat
Sie bezeichnet eine Anlage genauer. Der Unterschied zwischen zwei Nummern ist echt, der zwischen zwei Handelsnamen häufig nicht.
Was daraus folgt
Sie ist die beste verfügbare Bezeichnung und sie bleibt eine Bezeichnung. Der Bericht zur Charge beschreibt das Erzeugnis.
Was die einzelnen Nummern unterscheidet
Die beschriebenen Unterschiede
Abweichungen im Geruchsbild, in der Farbausprägung, in der Blühdauer und in der Dichte der Blütenstände.
Wie groß sie sind
Klein, gemessen an dem, was zwischen zwei Familien liegt. Es sind Geschwister aus einer Aussaat und keine verschiedenen Linien.
Warum sie trotzdem benannt werden
Weil sie im Anbau und im Handel bemerkt werden. Was sich unterscheiden lässt, bekommt eine Bezeichnung.
Warum sich das schlecht belegen lässt
Es gibt keine vergleichenden Untersuchungen unter gleichen Bedingungen. Die Beschreibungen stammen aus der Praxis verschiedener Betriebe.
Warum das ein methodisches Problem ist
Ein Unterschied zwischen zwei Betrieben kann aus der Anlage stammen oder aus dem Anbau. Ohne Vergleichsversuch lässt sich das nicht trennen.
Was daraus folgt
Die Unterschiede sind beschrieben und nicht gemessen. Sie sind glaubhaft und sie sind kein Beleg.
Warum das nicht dokumentiert ist
Der fehlende Anreiz
Ein Vergleichsversuch kostet Fläche, Zeit und Geld und bringt keinem einzelnen Betrieb einen Vorteil. Er müsste von jemandem bezahlt werden, dem alle Linien gehören.
Der fehlende Rahmen
Es gibt keine Stelle, die solche Prüfungen durchführt. Im Sortenkatalog gäbe es eine, und dorthin gehen diese Linien nicht.
Warum sie nicht dorthin gehen
Weil die Eintragung Jahre dauert, Einheitlichkeit verlangt und den Gehalt prüft. Für Linien dieser Art ist keiner der drei Punkte erfüllbar oder erwünscht.
Was das für Europa bedeutet
Erzeugnisse mit diesen Bezeichnungen aus europäischem Anbau stammen aus eingetragenen Sorten. Der Name ist dann eine Handelsbezeichnung und nichts weiter.
Warum das ausdrücklich zu sagen ist
Weil ein Käufer sonst annimmt, die Nummer bezeichne die angebaute Pflanze. In Europa tut sie das in der Regel nicht.
Was stattdessen gilt
Die eingetragene Sorte ist die Auskunft über die Pflanze. Die Nummer ist die Auskunft über die Erwartung.
Das Geruchsbild
Wie es beschrieben wird
Süßlich, cremig, mit fruchtigen Anteilen. Es ist eine Beschreibung und keine Messung.
Warum es einprägsam war
Weil es an etwas Alltägliches anknüpft. Es ist derselbe Mechanismus, der schon der vorangegangenen prägenden Familie zum Erfolg verhalf.
Warum es zwischen den Nummern schwankt
Weil das Geruchsbild an vielen Anlagen hängt. Geschwister aus einer Aussaat unterscheiden sich darin am stärksten.
Was eine Terpenanalyse dazu zeigt
Die Anteile der Hauptverbindungen. Sie erlaubt einen Abgleich mit der Beschreibung und ersetzt sie nicht.
Warum sie hier besonders lohnt
Weil der Unterschied zwischen den Nummern vor allem im Geruch liegt. Genau dort ist eine Zahl am nützlichsten.
Warum sie trotzdem selten vorliegt
Weil sie freiwillig ist und für die rechtliche Beurteilung keine Rolle spielt. Es ist der übliche Befund.
Die Farbmerkmale
Was beschrieben wird
Eine Anlage zu violetten Farbtönen, unterschiedlich stark je nach Nummer.
Woher sie stammt
Aus einer der Elternlinien. Sie wurde mitübertragen und trägt zur Wiedererkennbarkeit bei.
Warum sie nicht immer erscheint
Sie braucht kühle Nächte in der späten Blüte. Fehlen sie, bleibt die Färbung aus, ohne dass an der Pflanze etwas fehlte.
Was sie über den Inhalt sagt
Nichts. Ein Zusammenhang zwischen Färbung und Zusammensetzung ist nicht belegt.
Warum sie trotzdem bezahlt wird
Weil sie auffällt und weil sie auf Bildern wirkt. Es ist ein Merkmal für die Ansicht.
Was daraus folgt
Wer für eine Färbung bezahlt, bezahlt für ein Aussehen. Es ist zulässig und es ist gut, es zu wissen.
Die Wuchsform und die Dichte
Der Wuchs
Kompakt bis mittelhoch, mit guter Verzweigung. Eine Form, die sich unter Dach führen lässt.
Die Blütenstände
Dicht, mit reichlichem Drüsenbesatz. Es ist das Merkmal, das im Handel bewertet wird.
Warum das ein Vorteil ist
Dichte Stände wiegen mehr, sehen hochwertiger aus und lassen sich einfacher verpacken.
Warum es zugleich ein Nachteil ist
Dichte Stände sind im Inneren schlecht belüftet. Es ist die bekannte Verbindung zwischen dem gefragten Merkmal und der Anfälligkeit.
Warum diese Familie deshalb unter Dach angebaut wird
Weil dort die Klimaführung das Risiko auffängt. Im Freiland trifft ein feuchter Herbst auf genau diese Eigenschaft.
Was ein Käufer daraus mitnimmt
Bei Ware aus dieser Familie lohnt das Aufbrechen eines Stands beim Öffnen. Es ist die Prüfung, die zu dichten Ständen gehört.
Die Weiterverwendung als Elternlinie
Warum sie so häufig eingekreuzt wird
Weil mehrere Merkmale sich übertragen lassen: Geruch, Farbe und Dichte. Für einen Züchter ist das eine seltene Ausgangslage.
Wie viele Abkömmlinge es gibt
Eine große und nicht bezifferbare Zahl. Der Familienname taucht in Katalogen als Bestandteil in vielen Zusammensetzungen auf.
Was mit den Nummern dabei geschieht
Sie verschwinden. In einer Kreuzung wird der Familienname genannt und die Nummer weggelassen.
Warum das die Nachvollziehbarkeit verschlechtert
Weil nicht mehr feststeht, welche Auslese eingeflossen ist. Die genaueste verfügbare Angabe geht als erste verloren.
Warum es trotzdem geschieht
Weil Namen kürzer sein sollen und weil die Nummer erklärungsbedürftig ist. Es ist eine Entscheidung des Marketings.
Was ein Käufer daraus liest
Ein zusammengesetzter Name mit diesem Bestandteil sagt weniger als eine Nummer. Wer die Nummer nennt, ist genauer.
Die Linien mit hohem CBD-Anteil
Wie sie entstehen
Durch Einkreuzen in eine Hanflinie und anschließende Auslese auf das Verhältnis. Es sind mehrere Generationen, bevor eine solche Linie anbaufähig ist.
Was dabei übernommen wird
Anteile des Geruchsbilds und der Wuchsform. Wie viel davon, hängt von der Zahl der Rückkreuzungen ab.
Was nicht übernommen wird
Das Verhältnis der Ausgangslinie. Es wird gezielt ersetzt, sonst wäre die Linie in der Union nicht anbaufähig.
Warum die Nummern dort ganz fehlen
Weil die Linie eine andere ist. Eine Auslese aus einer Rückkreuzung hat mit der ursprünglichen Nummer nichts mehr zu tun.
Warum der Familienname trotzdem verwendet wird
Weil er verkauft. Er ist eine Handelsbezeichnung und keine Abstammungsangabe.
Was ein Käufer daraus lesen sollte
Der Name deutet auf eine Erwartung an den Geruch. Über das Verhältnis sagt er nichts, und dafür ist der Bericht zuständig.
Was ein Käufer prüfen kann
Nicht die Zugehörigkeit zur Familie
Es gibt keine Definition und keine prüfende Stelle. Die Frage hat keine Antwort.
Nicht die Zuordnung einer Nummer
Ob eine Ware tatsächlich aus der bezeichneten Auslese stammt, lässt sich von außen nicht feststellen.
Wohl das Geruchsbild
Über eine Terpenanalyse, sofern sie vorliegt. Sie ist die einzige Prüfung, die zum Versprechen passt.
Wohl die eingetragene Sorte
Bei europäischem Anbau die maßgebliche Angabe. Sie ist geprüft und sie ist erfragbar.
Wohl die Charge
Über die Nummer auf der Verpackung und den Bericht dazu. Es ist die genaueste verfügbare Ebene.
Warum drei von fünf genügen
Wer Geruchsbild, Sorte und Charge kennt, weiß alles über ein Erzeugnis, was sich prüfen lässt. Die übrigen zwei sind Zuschreibung.
Was ein Anbieter dazu sagen kann
Die Nummer, wenn es eine gibt
Sie ist die genaueste Bezeichnung im gesamten System. Wer sie nennt, sagt mehr als wer sie weglässt.
Die eingetragene Sorte
Bei europäischem Anbau die einzige geprüfte Angabe zur Pflanze. Sie steht neben der Handelsbezeichnung und nicht an ihrer Stelle.
Die Terpenanalyse
Ob sie vorliegt und mit welchen Anteilen. Die Prüfung, die zum Geruchsversprechen passt.
Die Anbauart
Diese Familie wird überwiegend unter Dach angebaut. Es erklärt einen Teil des Preises.
Warum diese vier zusammengehören
Sie führen von einer Bezeichnung zu einer Kette prüfbarer Angaben. Der Name selbst bleibt außerhalb dieser Kette.
Was der Begriff Phänotyp im Markt bedeutet
Die strenge Bedeutung
Die tatsächliche Ausprägung einer Pflanze, entstanden aus ihrer Erbanlage und aus allem, was sie erlebt hat. Jede einzelne Pflanze hat einen.
Die Bedeutung im Markt
Eine ausgelesene Linie, die über Stecklinge weitergeführt wird. Sie hat eine feste Erbanlage und viele mögliche Ausprägungen.
Warum die beiden nicht dasselbe sind
Im strengen Sinn ist der Phänotyp das, was am Ende herauskommt. Im Markt bezeichnet das Wort das, was am Anfang ausgewählt wurde.
Warum sich das nicht mehr korrigieren lässt
Der Begriff ist zu tief verankert. Er wird in Katalogen, Foren und Rechnungen verwendet und niemand schreibt ihn um.
Warum diese Familie das sichtbar macht
Weil sie mit Nummern arbeitet statt mit Namen. Eine Nummer ist offensichtlich eine Position in einer Aussaat, ein Name verdeckt es.
Was daraus praktisch folgt
Wer eine Nummer kauft, kauft eine Erbanlage. Was daraus wird, hängt an demselben Betrieb wie bei jeder anderen Bezeichnung auch.
Warum zwei Betriebe dieselbe Nummer verschieden ausfallen lassen
Die Lichtmenge
Sie bestimmt Dichte und Gehalt mit. Zwischen einer gut ausgestatteten Anlage und einer knappen liegen sichtbare Unterschiede.
Die Temperaturführung
Hohe Temperaturen in der Blüte strecken die Stände und lassen die Färbung ausbleiben. Beides ist an derselben Erbanlage möglich.
Der Erntetermin
Er verschiebt das Geruchsbild deutlich. Zwei Wochen Unterschied liefern bei derselben Nummer zwei verschiedene Eindrücke.
Die Trocknung
Sie ist der Abschnitt, in dem der Geruch am stärksten verloren geht. Eine schnelle Trocknung kostet genau das, was den Namen trägt.
Die Nachreifung
Sie entwickelt den Geruch weiter. Eine Charge nach zwei Wochen im Glas ist eine andere als nach acht.
Warum die Nummer trotzdem nützlich bleibt
Sie hält die Erbanlage fest, und das ist mehr, als ein Handelsname leistet. Alles Übrige liegt ohnehin außerhalb jeder Bezeichnung.
Wie sich eine Linie über Jahre verändert
Die Ermüdung der Klonlinie
Über viele Vermehrungsrunden lässt die Wüchsigkeit nach. Das Merkmal ist in der Praxis gut bekannt und in seiner Ursache nicht abschließend geklärt.
Was Betriebe dagegen tun
Sie legen die Linie neu an, aus einer Meristemkultur oder aus einer neuen Auslese. Der Name bleibt, das Material ist ein anderes.
Warum das für den Käufer unsichtbar ist
Weil weder die Verpackung noch der Bericht etwas darüber sagen. Es ist eine Betriebsentscheidung ohne Anzeigepflicht.
Warum es trotzdem bemerkt wird
An einem veränderten Geruchsbild bei gleichbleibender Bezeichnung. Es ist eine der sieben Stellen, an denen zwei gleich beschriebene Erzeugnisse auseinanderlaufen.
Was zu fragen ist
Ob die Linie neu angelegt wurde. Ein Anbieter, der es weiß, kann es beantworten.
Warum die Frage selten gestellt wird
Weil kaum jemand weiß, dass es diese Möglichkeit gibt. Sie ist eine der unbekanntesten Ursachen für Unterschiede zwischen zwei Käufen.
Was diese Seite bewusst nicht behauptet
Keine Rangfolge zwischen den Nummern
Welche besser ist, hat keine prüfbare Antwort. Die Unterschiede sind beschrieben und nicht gemessen.
Keine vollständige Abstammung
Die grobe Zuordnung der Elternlinien ist verbreitet, die Einzelheiten sind es nicht. Die Unsicherheit wird benannt.
Keine Zuordnung einzelner Nummern zu Personen
Wer welche Auslese getroffen hat, ist nicht belegt. Diese Seite nennt keine Namen ohne Quelle.
Keine Aussage über Wirkungen
Für Cannabidiol enthält das EU-Register keinen zugelassenen Eintrag. Eine Aussage darüber wäre unzulässig.
Was stattdessen gesagt wird
Was sich aus dem Verlauf ablesen lässt: die Benennungsweise, die Verbreitung und die Verschiebung im Markt. Alles drei ist beobachtbar.
Warum diese Zurückhaltung zur Sache gehört
Bei einer Familie, deren Besonderheit gerade in der Genauigkeit ihrer Bezeichnungen liegt, wäre eine ungenaue Darstellung besonders unpassend.
Was aus dem Nummernsystem geworden ist
Die Nachahmung
Andere Betriebe haben das Muster übernommen. Nummern hinter Familiennamen sind heute in vielen Katalogen üblich.
Warum das ein Fortschritt ist
Eine Nummer behauptet nichts und lässt sich nicht abnutzen. Sie ist gegen die üblichen Mechanismen der Namensinflation weitgehend immun.
Warum sie sich trotzdem nicht durchsetzt
Weil sie erklärungsbedürftig ist. Ein Katalog verkauft lieber ein Wort als eine Zahl.
Wo sie sich gehalten hat
Im Handel zwischen Betrieben. Dort ist die Nummer die eigentliche Bezeichnung und der Name das Beiwerk.
Was das über die beiden Ebenen sagt
Der Fachhandel bezeichnet genau, der Endkundenmarkt bezeichnet einprägsam. Es sind zwei verschiedene Anforderungen an dasselbe Wort.
Was ein Käufer daraus mitnimmt
Wo eine Nummer angegeben wird, hat sich jemand für Genauigkeit entschieden. Es ist ein schwaches und echtes Signal.
Wie man zwei Nummern selbst vergleicht
Was ein sauberer Vergleich braucht
Beide aus demselben Betrieb, aus demselben Zeitraum und mit möglichst gleichem Verpackungsdatum. Nur dann isoliert der Vergleich die Erbanlage.
Warum das selten möglich ist
Weil kaum ein Anbieter mehrere Nummern derselben Familie gleichzeitig führt. Wo es geht, ist es der lehrreichste Kauf des ganzen Themas.
Was dabei zu sehen ist
Unterschiede in der Färbung, in der Dichte und im Geruch. Sie sind kleiner als zwischen zwei Familien und deutlich genug, um bemerkt zu werden.
Was dabei nicht zu sehen ist
Ein Unterschied im Gehalt, der über die übliche Streuung zwischen Chargen hinausgeht. Der Bericht zeigt ihn selten.
Warum das nicht enttäuschend ist
Es bestätigt, was die Sache ohnehin nahelegt: Geschwister aus einer Aussaat unterscheiden sich im Geruchsbild und kaum im Übrigen.
Was der Vergleich tatsächlich lehrt
Wie viel eine Bezeichnung überhaupt tragen kann. Es ist eine Erfahrung, die sich auf jede andere Namensfamilie übertragen lässt.
Ein kurzes Glossar
Auslesenummer
Die Position einer ausgelesenen Pflanze in ihrer Aussaat. Im Markt wird sie wie ein Sortenname verwendet.
Phänotyp
Streng genommen die Ausprägung einer Pflanze aus Anlage und Umwelt. Im Markt meint das Wort eine ausgelesene Linie.
Klonlinie
Eine über Stecklinge vermehrte Auslese. Genetisch einheitlich, im Ergebnis von den Bedingungen abhängig.
Terpenanalyse
Die Bestimmung der flüchtigen Verbindungen und ihrer Anteile. Freiwillig und selten enthalten.
Gemeinsamer Sortenkatalog
Das Verzeichnis der in der Union zum Anbau zugelassenen Sorten. Für Hanf die maßgebliche Liste.
Charge
Ein Produktionsdurchgang. Alles Überprüfbare hängt an ihrer Nummer, auch der zugehörige Bericht.
Die fünf Prüfungen, die für jedes Produkt gelten
Das Chargenzertifikat
Mit der Nummer von der Verpackung anfordern. Ein allgemeines Dokument für die Produktlinie deckt diese Charge nicht ab.
Das Gesamt-THC
Delta-9-THC plus THCA multipliziert mit 0,877, weil THCA bei Wärme zu THC wird und der Grenzwert für die Summe gilt.
Der Preis pro Gramm
Eine Division, keine Meinung. Die einzige Zahl, die zwei Angebote vergleichbar macht.
Die Angaben
Ohne Zulassungsnummer im EU-Register sind es Behauptungen, keine Daten — und für Cannabidiol enthält dieses Register bis heute keinen zugelassenen Eintrag.
Die Angaben des Verkäufers
Firmenname, Adresse und Kontakt. Fehlen sie, fehlt auch die Gegenseite, an die man sich wenden könnte.
Wie das mit dem Rest zusammenhängt
Mit den Phänotypen aus einer Aussaat
Es ist der Fall, an dem sich zeigt, was der Markt mit dem Wort meint. Die Nummern sind Auslesen und keine Phänotypen im strengen Sinn.
Mit der Herkunft der Sortennamen
Es ist die einzige Namensgruppe, die nichts behauptet. Eine Nummer kann nicht unzutreffend werden.
Mit der Blütendichte
Sie ist ein Merkmal der Familie und die Ursache ihrer Anfälligkeit im Freiland.
Mit der Genetik hoher CBD-Anteile
Hanflinien mit diesem Namen sind Einkreuzungen. Das Verhältnis stammt aus einer anderen Quelle.
Wozu das praktisch dient
Beim Lesen eines Angebots
Die Nummer ist der bezeichnende Teil. Der Familienname allein bezeichnet die Aussaat.
Beim Kauf einer Hanflinie mit diesem Namen
Nach der eingetragenen Sorte und dem Bericht fragen. Der Name sagt nichts über das Verhältnis.
Beim Öffnen der Packung
Bei dichten Ständen einen aufbrechen. Es ist die Prüfung, die zu dieser Familie gehört.
Was diese Seite veröffentlicht
Verfahren, überprüfbare Dokumente und Rechnungen. Keine Wirkversprechen — dafür enthält das EU-Register keinen zugelassenen Eintrag.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Nummer hinter dem Namen? Die Position einer ausgelesenen Pflanze in ihrer Aussaat. Sie ist keine Rangfolge und keine Qualitätsstufe.
Ist eine höhere Nummer besser? Nein. Sie ist eine Positionsangabe und sonst nichts.
Warum gibt es mehrere Nummern aus einer Aussaat? Weil mehrere Pflanzen brauchbar waren. Das setzt voraus, dass beide Eltern bereits in dieselbe Richtung ausgelesen waren.
Wie groß sind die Unterschiede zwischen den Nummern? Klein, gemessen an dem, was zwischen zwei Familien liegt. Es sind Geschwister aus einer Aussaat.
Sind die Unterschiede belegt? Sie sind beschrieben und nicht gemessen. Es fehlen vergleichende Versuche unter gleichen Bedingungen.
Woher stammt die Familie? Aus Kalifornien, aus den frühen zweitausendzehner Jahren, aus demselben Umfeld wie mehrere andere prägende Linien.
Sagt die violette Färbung etwas aus? Über den Inhalt nichts. Sie braucht die Anlage und kühle Nächte und ist ein Merkmal für die Ansicht.
Warum wird diese Familie unter Dach angebaut? Weil die dichten Blütenstände im feuchten Herbst anfällig sind. Die Klimaführung fängt das Risiko auf.
Was gilt bei europäischem Anbau? Dort stammt die Ware aus eingetragenen Sorten. Der Familienname ist dann eine Handelsbezeichnung.
Was frage ich einen Anbieter? Nach der Nummer, der eingetragenen Sorte, der Terpenanalyse und dem Bericht zur Charge.
Was wir prüfen und was nicht
Wir prüfen, was sich anhand von Dokumenten prüfen lässt: amtliche Register, deklarierte Gehalte, Analysezertifikate, Divisionen. Wir testen keine Produkte, erstellen keine Ranglisten und behaupten keine Wirkung.
Bei diesem Thema ist die Besonderheit, dass die ehrlichste Bezeichnung des ganzen Marktes aus einem Notizbuch stammt. Eine Nummer behauptet nichts, verspricht nichts und kann nicht unzutreffend werden — sie zeigt auf genau eine Pflanze und überlässt alles Weitere den Dokumenten.
Was in Reichweite bleibt, ist genau das: die Nummer als Bezeichnung, die eingetragene Sorte als geprüfte Angabe und der Bericht zur Charge als Messung. Drei Ebenen, die sich nicht widersprechen, weil jede eine andere Frage beantwortet.